CYTOLOGIA
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Print ISSN : 0011-4545
Über einen bemerkenswerten Fall von Polysomatie in Wurzelspitzen
G. Reese
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1973 年 38 巻 4 号 p. 593-601

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抄録

1. In den Wurzelspitzen (vermutlich überwiegend sproßbürtigen Adventivwurzeln) der stammsukkulenten Stapelieen (Asclepiadaceae) tritt relativ häufig Polysomatie auf. Ihr Ausmaß, beurteilt nach Querschnitten, läßt verschiedene Abstufungen erkennen:
a) Die Zellen mit verdoppelter Chromosomenzahl finden sich einzeln oder zu wenigen;
b) größere Komplexe von ihnen verleihen den Wurzeln den Charakter von sektorialen, meri- oder periklinalen Cytochimären.
c) Verschiedene Wurzeln einer Pflanze haben entweder die taxonspezifische Chromosomenzahl oder eine um das Doppelte erhöhte; in diesem Falle ist nicht die Wurzel polysomatisch, sondern die Pflanze.
2. Die Polysomatie ist bereits in den Initialen des Apikalmeristems nachweisbar, macht sich also nicht erst beim Übergang von der Teilung zur Streckungszone bemerkbar. In den Teilungsphasen der Zellen mit verdoppelter Chromosomenzahl wurden niemals gepaart liegende Chromosomen beobachtet.
3. Entgegen der üblichen Deutung, daß die Polysomatie in der Regel als Folge einer Endopolyploidisierung im Zuge der Zelldifferenzierung in dem betroffenen Organ selbst zu verstehen ist, muß für die Stapelieen angenommen werden, daß sich bereits an der Bildung der Adventivwurzelprimordien mehrere Zellen unterschiedlicher Kernvalenz beteiligen, die teilweise schon im “Mutter”-Organ Endomitosen durchgemacht haben. Die Primordien werden in der Region des Außenphloems angelegt.
4. Außer der “regulären” Polysomatie werden zwei Fälle beschrieben, in denen die erhöhte Chromosomenzahl einer Verdreifachung des Ausgangswertes entspricht.

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© The Japan Mendel Society
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