Volume 29 (1923-1924) Issue 1 Pages 111-116
1) Die Untersuchung des Pharynx in Kopfdrehstellung ergibt folgende Vorteile: a) Die Einführung des Spiegels bei der Postrhinoskopie wird erleichtert durch Abrücken des Gaumenrandes von der Rachenwand auf der Drehung entgegengesetzten Seite. b) Die Inspektion der Tubengegend gestaltet sich übersichtlicher. c) Untersuchung und Eingriffe an der Seitenstranggegend werden erleichtert.
2) Die Untersuchung des Larynx in Kopfdrehstellung, u. U. kombiniert mit leichter Seitwärtsbeugung des Kopfes, ergibt folgende Vorteile: a) die Gegend des Sinus pyriformis und der Regio glosso-epiglottica werden auf der der Drehung entgegengesetzten Seite sehr breit ubersichtlich, was besonders in Fällen von Fremdkörpern erwunscht sein dürfte. b) Die Innenfläche aller Larynxgebilde gelangt auf der der Drehung entgegengesetzten Seite besser zur Ansicht, was durch Untersuchung in gerader Kopfstellung in diesem Masse nicht möglich ist, und speziell in Fällen von beginnender Larynxtuberkulose etc. zur Sicherung der Diagnose neben der Exploration in Killian'scher Stellung gute Dienste leisten dürfte.
Es ist mir eine angenehme Pflicht, meinem verehrten derzeitigen Chef, Herrn Professor Kubo, für die Förderung meiner Absichten meinen innigen Dank auszusprechen.