Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
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Über die Einwirkung der Galle und Gallensäure auf die Herzmuskelfasern. Eine histologische Untersuchung
Shunji Kaschiwagi
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1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1746-1754

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Abstract

In erster Linie uuterband der Verf. den Ductus Choledochus bei Kaninchen und tötete die Tiere nach verschiedenen Zeiträumen, um die Herzmuskelfasern histologisch zu untersuchen. Daraus ergab sich folgendes:
24 Stunden nach Operation quellen die Muskelfasern mit ihren Kernen etwas auf, wobei das Sarkoplasma augenscheinlich zunimmt (Fig. 3).
72 Stunden nach Operation quillt das Sarkoplasma im kernhaltigen Achsenteil der Faser stark auf, was dort einen länglichen Spaltraum hinterlässt (Fig. 4). Dieser Zustand ist 2 Wochen nach Operation sehr deutlich zu sehen, indem jede Faser infolge der bedeutenden Aufquellung des Achsensarkoplasmas in longitudinaler Richtung spaltend und sich mit der benachbarten verschmelzend ein wabenartiges Werk bildet. Die Maschen des Wabenwerks, worin die etwas gequollenen und daher schwach gefärbten Kerne frei zu liegen scheinen, sind im Längsschnitte sehr länglich (Fig. 5), dagegen im Querschnitte rundlich order polygonal (Fig. 6). In beiden sieht man, dass der Fibrillenteil der Fasern durch Hydropisierung des Achsensarkoplasmas bis auf eine dünne peripherische Schicht gedrückt wird, und diese Schicht sich mit den benachbarten verschmelzend jeden Maschenraum umgibt. Denselben Befund sieht man auch bei Kaninchen, denen Kaninchengalle oder Cholsäure resp. Desoxy cholsäure intravenös injiziert worden ist. Fig. 7 u. 8 zeigen den Befund im Falle der Galleninjektion, während Fig. 9, 10 u. 11 die Veränderung der Herzmuskelfasern im Falle der Cholsäuml;ure-resp. Desoxycholsäureinjektion wieder-geben. Besonders in Fig. 9 u. 10 ist die Veränderung auffallend, indem die Wabenwände sehr dünn und Wäbenräume sehr geräumig sind. Diese Präparate stammen aus dem Herzen eines Kaninchens, das durch Injektion von Natriumsalze der Cholsäure getötet wurde (Dosis letalis: 24cc einer 2% igen Lösung pro Kg. Körpergewicht).
Kurz besteht die Veränderung der Herzmuskelfasern, die überhaupt durch die Wirkung der Gallenbestandteile verursacht wird, in die Hydropisierung des Achsensarkoplasmas.

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