Shokubutsugaku Zasshi
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Anatomische Studien über panaschierte Blätter von Cyclobalanopsis glauca OERST. f. fasciata NAKAI
M. KUMAZAWAS. HEKI
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1941 Volume 55 Issue 657 Pages 406-416

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Abstract

1. Die blassen Teile des panaschierten Blattes befinden sich gewöhnlich bänderartig gestreckt zwischen den Seitenerven und zwar in Richtung derselben, aber an einigen Sprossen ein und desselben Baumes finden wir oft Blätter, welche nur hie und da punktförmige kleine blasse Flecken aufweisen. Solche punktartig panaschierte, sowie seltener normale Blätter entwickeln sich auch auf einem Baume, wenn die panaschierten Blätter desselben im Frühsommer stellenweise künstlich entfernt werden.
2. Die blassen Teile sind hell gelbgrünlich und vertiefen sich erheblich an der Unterseite der Blattspreite zu Rinnen, als ob das Mesophyll von Würmern zerfressen wäre, zudem werden die sägeförmigen Grenzen zwischen den sich vertiefenden blassen und normalen Teilen der Unterseite von einer schmal hervorragenden dunkelgrünen Zone eingefasst. Aus diesem Grunde haben die panaschierten Blätter dieser Art ein sehr ausgeprägtes Aussehen.
3. Im blassen Teile befinden sich die Blattnerven näher aneinander und verlaufen meistens in Richtung der Seitennerven gebogen, auch sind dort die Epidermiszellen etwas länger in derselben Richtung gestreckt. Das Mesophyll des blassen Teiles besteht aus mehr Zellschichten als das des normalen Teiles, d. h. aus 10-12 interzellularräumelosen Schichten von kleinen Zellen. Einige die Gefässbündel umgebende Mesophyllzellen haben dünne Zellwände und meistens kleine braune Plastiden, die nur sehr geringe Mengen Chlorophyll enthalten. Die anderen Mesophyllzellen haben etwas dickere Zellwände, in diesen Zellen sind die Chloroplasten vollkommen zurückgebildet oder zu braunen Körpern verändert. In den an der Unterseite des Blattes hervorragenden Grenzteilen zwischen blassen und normalen Teilen sind alle Mesophyllzellen chlorophyllreich und die Palissadenschichten bifazial geordnet.
4. Das Verhältnis von dem normalen zu dem blassen Teile ist etwa 100 zu 65 an der Blattspreitendicke. Der Dickenunterschied zwischen den beiden Teilen eines Lichtblattes ist bei der oberen Epidermis grösser als beim Mesophyll, doch zwischen den beiden Teilen eines Schattenblattes ist das Verhältnis umgekehrt. Die Dickenunterschiede an der unteren Epidermis sind beim Licht- und beim Schattenblatte oder beim normalen und beim blassen Teile ein und desselben Blattes gering.
5. An dem jungen Blatte, dessen Blattspreite etwa 2cm lang ist und dessen Panaschierung noch nicht wahrnehmbar ist, haben alle Mesophyllzellen Chloroplasten von gleicher Grösse, und bleiben alle Teile der Blattspreite noch auf gleicher Dicke. In dieser Entwicklungsstufe sind alle Gewebe eines Blattanteiles, in welchem später das Erblassen wird vorkommen müssen, schon fast völlig differenziert, während die Zellen des anderen Blattanteiles, der später den normalen Bau aufweisen wird, sich nun noch teilen. Sogar zu derselben Zeit, wo die Blattspreite fast ausgewachsene Grösse erreicht, bleiben noch die etwas kleineren Chloroplasten des später blassen Teiles ungebrochen und enthalten geringere Mengen Chlorophyll. Erst danach bilden sich die Plastiden schnell zurück und entfärben sich.

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