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宗教哲学研究
Vol. 34 (2017) p. 44-57

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http://doi.org/10.20679/sprj.34.0_44

論文
  • 抄録

Obwohl schon immer viele Sprüche und Redewendungen unsere Sterblichkeit zum Thema hatten, hören wir ihre Worte meist nur „mit halbem Ohr“. Indem ich mich auf die „existenziale Analyse des Todes“ in Sein und Zeit, dem fruheren Hauptwerk Heideggers, beziehe, versuche ich in diesem Aufsatz, deutlich zu machen, was es heißt, dass wir die Worte eigentlich hören.

In Sein und Zeit bezeichnet Heidegger den Tod als „die eigenste, unbezügliche, gewisse und als solche unbestimmte, unüberholbare Möglichkeit des Daseins“. Die Bestimmungen „gewiss“ und „unbestimmt“ schöpft er aus unserer alltäglichen Rede: „man stirbt am Ende auch einmal“. Die Gewissheit des Todes geht mit der Unbestimmtheit seines Wann einher. In der üblichen Vorstellung können wir aber diese zwei Bestimmungen nicht im strengen Sinne für wahr halten. Also stellt hier die „existenziale“ Todesanalyse einen Versuch dar, im Hinblick auf die drei übrigen, direkt aus der formalen Existenzidee hergeleiteten Bestimmungen die Gewissheit und Unbestimmtheit des Todes daseinsmäßig verständlich zu machen.

Die bekannte Unterscheidung zwischen „Ableben“ und „Sterben“ steht in demselben Zusammenhang. Ableben ist etwas Wirkliches, ein umweltlich vorkommendes Ereignis, mit dem wir alltäglich vertraut sind, demgegenuber besagt Sterben das „Sein zum Tode“, die Seinsweise, in der wir uns zu der besagten ausgezeichneten Möglichkeit des Daseins verhalten. Die Unterscheidung liefert erst die Voraussetzungen, um die Bestimmungen „gewiss“ und „unbestimmt“ angemessen zu verstehen und auf die Rede vom Tod überhaupt ernsthaft horen zu konnen.

Dabei ist zu beachten: Die Analyse korrigiert nicht die Rede vom Tod und ihre Worte selbst, sondern modifiziert nur den Horizont (das Seinsverstandnis), mit dem die Rede gehört wird. Dort hören wir keine anderen richtigen Worte als früher, sondern gleichsam nur dieselben Worte in anderem Ton. Dieses „dieselben Worte in anderem Ton“ macht den Kern der heideggerschen Todesanalyse aus. Und gerade dieser Kern macht die Analyse selbst zu einem vorbildlichen Verfahren, die Rede vom Tod eigentlich zu horen.

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