Die früheren Arbeiten stimmen in bezug auf die Pharmakologie der Liingenblutgefässe, besonders die Wiikung des Adrenalins auf dieselbe durchaus nicht überein. In Gegensatz zu den Angaben über die kontrabierende Wirkung des, Adrenalins auf die durchströmte Lunge finderi sich solehe über die dilatierende Wirkung desselben auf diese nur selton. Um die Wirkung des Adrenaliiis auf die Lungenblutgefäse klarzustellen, berücksiatigte der Verfasser vor allena., den bereits von Takino und semen Mitarbeitern systematisch untersuchten histologischen Bau derLungengefässe, besonders beachtete er die zwischen den einzelen Tier- und Gefässarten bestehenden Unterschiede sowie den versehiedenen Entwicklun.gsgrad in bezug auf die Muskulatur der Lun.genarterien und -venen. Bei der Durchströmung der isolierten. Lunge stellte der. Verfasser die Höbe. der Maribtschen Flasche und der.Abflussgumniikanüle dem Eutwidklungsgrad der Lungenblutgefässe. nach -v-ersehiede'n Sieberstellung der Resuitate. durchströmte.der Verfasser die isolierte Lunge nicht nur in der normalen. Richtung (A. pulm.- V-pulm.), sondem auch in der um gekehrten. (V. pulm.). Das Experiment wurde, an der -isoliert durchström ten Lunge von Hattie, Meerschweinchen, Kaninchen, Hund, Katze, Rind, _Kalb und Schwein. angestellt.
Der vorsiebtig priäparierte Lun.genlappen wurde in einer Atmungsapparatur befestigt, wo er miter kiinstlieber Atmung oder in kollabiertem Zustand.e mit körperwarmer Lockscher Lösung durchströmt wurde. Im kollabierten Zustand der Lunge mass der Verfasser die Menge des Zu- and Abflusses sowie das Lungenvolurn.
Die Resultate waren wie folgt.
1) Wenn man den histalogischen Bau der Lungengefässe, besonders die zwischen den einzelnen Tierarten bestehenden Unterschiede, genau beachtet, ist es nicht limner schwer, die dilatierende des Adrenalins auf die isoliert durchströmte Lunge nachzuweisen. Dieser Dilatationseffekt des Adrenalins tritt nur in Dosierungen von kleinen Adrenalintnengen (1 10.000,000-5.000,000) auf.
2) Bemerkenswert ist der Umstand, dass der Nachweis des ebengenannten Dilatationseffektes bei Tieren (Katze, Schwein,.Kalb and Rind), deren Lungenvenen stark entwickelt sind, leichter zu führen ist, als bei solehen (Hand und Kaninchen), deren. Lungenvenen schwach entwickelt sind.
3) Per Dilatationseffekt des Adrenalins beim Durchströmungsversuch dürfte mit grösster Wahrseheinlichkeit auf die dilatierende Wirkung des Adrenalins auf die Lungenvenen, der Kontraktionseffekt desselben auf die kontranierende Wirkung des Adrenalins auf die Lungenarterien zuruckzuführen sein.
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