Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
Online ISSN : 1882-4528
Print ISSN : 0030-1558
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Volume 42 , Issue 7
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  • M. Makino
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1545-1568
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Da in den vorliegenden Arbeiten Meinungsverschiedenheiten über die Spezifizität der Uvea bestehen, so untersuchte Verfasser eingehend die Organ=und Artspezifizität derselben immunologisch, indem er bei seinen Beobachtungen die Arten des Immunserums (schwach und stark) und die Titerbestimmungsmethode (Antigen und Antikörperverdünnungsmethode) berücksichtigte. Als Antigene benützte er Rinder und Schweineuvea.
    1) Das schwach immunisierte Uveaserum von Kaninchen zeigt eine relative Organspezifizität, weil das Immunserum auf arteigene Uvea am stärksten, auf artfremde ziemlich stark reagiert. Das Serum reagiert zwar auf arteigenes Serum und nahverwandte sera, aber etwas schwächer als die Uvea selbst; alle diese Reaktion bleibeb auf Säugetiere beschränkt.
    2) Bei hoch immunisiertem Uveaserum kam diese Organspezifizität noch deutlicher zum Ausdruck, weil es auf Vogeluvea reagiert.
    Mit der Antigenverdünnungsmethode konnte man jedoch diese Spezifizität nicht genau feststellen, wail der Titer auf Serumantigenen oft höher steht als auf Uvea selbst. Nach der Immunserumverdünnungsmethode fand ich sowohl mit Präzipitin als auch mit Komplementbindung die relative Organspezifizität und Artspezifizitat, wobei der Titer auf Uvea selbst immer höher steht.
    3) Nach Absättigung mit Serumeiweiss fand ich diese Spezifizität auch bei der Antigenverdünnungsmethode deutlich, weil das Abgussserum die relative Organspezifizität und Artspezifizität nach dieser Behandlung ebenso wie bei der Antikörperverdünnungsmethode anzeigt.
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  • Shigeo Uchida
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1569-1583
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Ich habe in dieser Zeitschr. schon mehrmals (Jg. 41, Nr. 11, Jg. 42, Nr. 4 u. Nr. 6) berichtet, dass die Indophenolreaktion von Eiterzellen sowohl in frischen, als auch in mit Formalindampf figierten Ausstrichpräparaten das gleiche Bild zeigt, obwohl dasselbe graduell verschieden ist, und weiter, dass die Dopareaktion in dieser Beziehung so verschieden ist, dass bei fixierten Präparaten der Kern immer hell und das Protoplasma diffus bräunlich-schwärzlich oder granuliert verfärbt ist, während bei den frischen der Kern bald stark tingiert, bald ganz farblos ist und das Protoplasma diffus oder granuliert verfärbt wird, ebenso wie bei den fixierten Präparaten.
    Jedoch verhalten sich diese beiden Reaktionen geben verschiedene physikalische und chemische Vorbehandlungen sehr ähnlich (S. Tabelle I im Text).
    Methylalkohol kann fast vollständig, Äthylalkohol aber nur in geringem Grade die Reaktionen aufheben, Heptylalkohol, Äther, Chloroform und Xylol haben fast keinen Einfluss, und Cyankali schädigt die Reaktionen erst bei ziemlich starker Konzentration (5%).
    Mineralsäuren bewirken eine deutliche, organische Säuren dagegen keine Schädigung der beiden Reaktionen. Durch die Lange werden die Reaktionen viel weniger als durch die Mineralsäure beeinträchtigt.
    Legt man das Präparat 15-30 Minuten lang bei ca. 100°C in den Thermostaten, so tritt dennoch keine Veränderung ein, wenn man es aber in warmes Wasser (80°C) einlegt, so kann man keine Reaktion mehr nachweisen. Durch Gasfiamme werden die Präparate stark gestört.
    Nach der Bestrahlung durch Sonnenlicht, ultraviolette oder X- Strahlen wird das während der Bestrahlung mit Wasser durchträ nkte Präparat mehr oder weniger schlechtere Ergebnisse geben als das trockene. Gegen niedrige Temperaturen (-20°C) zeigt die Reaktion eine starke Widerstandskraft.
    Obgleich das Verhalten der beiden Reaktionen in den oben beschriebenen Fällen recht ähnlich ist, so weicht doch ihre Widerstandskraft weft voneinander ab, wenn die Präparate lange Zeit unter verschiedenen Umständen aufbewahrt werden.
    Wenn das nicht fixierte Präparat der freien Luft ausgesetzt wird, so fällt die Dopa-reaktion schon nach 40 Tagen ganz negativ aus, während die Indophenolreaktion noch nach 4 Monaten schwach erhalten bleibt. Bei den in Formalindampf aufbewahrten Präparaten bleibt die Reaktionsfähigkeit am längsten erhalten, d. h. die Dopareaktion ist bis zu ca. 4 Monaten und die Indophenolreaktion bis über 6 Monate lang positiv. Wenn das Präparat in Formalinlösung eingelebt wird, so werden die Reaktionen dadurch bedeutend beeinträchtigt. Die Dopareaktion verschwindet schon nach 1 Monate, die Indophenolreaktion ungefähr nach 4 Monaten.
    Der grösste Unterschied zwischen den beiden Reaktionen besteht in ihrer Reaktivierung. Bei den einmal mit Säure oder Alkali inaktivierten Präparaten können keine Metallverbindungen die Dopareaktion mehr reaktivieren; dagegen findet eine Reaktivierung der Indophenolreaktion statt durch Gold-, Silber-, Kupfer-, Mangan-, Nickel-, Kobalt-, und Platinverbindungen, die den I., VII. und VIII. Gruppen des periodischen Gesetzes entsprechen, d. h. wenn man nach der Einwirkung der Metallsalze noch einmal die Oxydasereaktion probiert, fällt sie positiv aus.
    Kurz gefasst, verhalten sich die Dopa- und Indophenolreaktionen einerseits in vielen Punkten übereinstimmend, zeigen jedoch andererseits erhebliche Unterschiede. Vor allem ist hervorzuheben, dass die Reaktivierung durch die Metallsalze den grössten Unter-schied zwischen beiden Reaktionen darstellt.
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  • Hisao Haku
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1584-1614
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Verfasser untersuchte die Wirkung der Ferments (Trypsin und Pepsin) auf Antigen und Immunserum, indem er die Verminderung beider Eigenscbafteu durch Präzipitinreaktion bestimmte. Bei dem Präzipitinversuch habe ich ausser der Uhlenhuth'schen Ringprobe eine neue Methode, die Antikörperverdünnung von unserem Institut (auch mit Ringprobe), angewendet. Weiter immunisierte ich das Kaninchen mit Pepton (Witte und Teruuchi) möglichst stark, um die Frage der Antigenität des Peptons zu lösen und zu prüfen, ob dabei Präzipitin nachweisbar ist, oder ob dieses Präzipitin möglicher Weise aus Pepton selbst gebildet wird.
    1. Die Serumantigene und die Präzipitine werden durch Trypsin oder Pepsin verdaut und diese Verminderung des Antigenität oder des Präzipitine geht parallel mit der Fermentwirkung. Diese Beziehungen werden durch die Antikörperverdünnungsmethode genau nachgewiesen.
    2. Bei der Salzsäurepepsinwirkung wurde das Antigen in doppelter Hinsicht beeinflusst, sowohl durch die Zustandsänderung des Eiweisses infolge der chemischen Wirkung der Salzsäure als auch durch die Fermentwirkung.
    3. Mit dem Witte'schen Pepton Präzipitine zu bekommen, ist unmöglich.
    4. Nach Injektion von Teruuchi'schem Pepton wurde ein Präzipitin nachgewiesen, welches nicht auf Antigenpepton, sondern nur auf genuines Eiweiss (Rinderserum und Kuhmilch) reagiert. Mit anderen Worten, ich konnte eine geringe Menge Eiweiss im Pepton serologisch nachweisen, welche man durch chemische Reaktion nicht mehr finden kann.
    5. Bei der Immunisierung durch eine solche kleine Menge Antigen fällt die Präzipitinreaktion etwas anders aus, weil nur bei geeigneter Antigenverdünnung die Reaktion zuerst auftritt (nach Uhlenhuth'scher Methode) und die hemmende Wirkung der Antigene bei schwacher Verdünnung deutlich nachweisbar ist. Dieses Phänomen sieht man bei unserer Präzipitinbestimmungsmethode immer im verdünnten Immunserumteil, also bei der Minimalmenge der Präzipitine, die durch Reste von Eiweiss im Pepton gebildet wurden.
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  • Einfluss des Nervensystems auf die Histiozyten der Haut
    Totaro Koike
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1615-1621
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Wird beim Kaninchen der N. ischiadicus und der N. femoralis, welche das hintere Bein versorgen, durchschnitten und ausserdem noch ein einige cm langes Stückchen davon exzidiert, so tritt eine Störung der Farbstoffspeicherung oder der Phagozytose der Histiozyten im Innervationsgebiete der beiden Nerven auf. Doch lässt sich auch manchmal eine frühzeitige Degeneration der Histiozyten, nämlich hochgradige Fettablagerung im Protoplasma, Vakuolenbildung der Zellen (Fig. 1) und Schollenbildung der Farbstoffkörnchen (Fig. 2) konstatieren.
    Die oben erwähnten Veränderungen der Histiozyten sind in den Fällen, wo nach dem Durchschneiden der Nerven längere Zeit vergangen ist, besonders auffallend, wäbrend unmittelbar nach der Operation nichts Auffallendes zu finden ist. Der Grund hierfür kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, doch ist wahrscheinlich allgemeine Ernährungsstörung und Reaktionsschwäche des betreffenden Gewebes als Ursache anzusehen.
    Beim halbseitigen Querschneiden des Lendenmarkes lässt sich keine besondere Veränderung. der Histiozyten nachweisen, soweit die Beobachtung nur einige Tage lang vorgenommen werden konnte.
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  • 1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1620
    Published: 1930
    Released: March 31, 2009
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  • (IV. Mitteilung.) Experimentelle Untersuchungen mittels der “Karminzellen” Injektion in subcutanes Bindegewebe
    Y. Hamazaki, M. Gabe
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1622-1637
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Durch Züchtungsversuche bekamen Maximow u. Bloom Fibroblasten od. fibroblastenähnliche Zellen aus Lymphozyten, Carrel u. Ebeling, Fischer, Hirschfeld u. s. solche auch aus Monozyten.
    v. Mollendorff und seine Schüler betonten, dasz bei akuten Entzündungen die Fibrozyten von dem Fibrozytennetz aus als histiozytäre Wanderzellen frei würden, und supponierten ferner, dass in der Regenerationszeit der Entzündung die Histiozyten wieder zu Fibrozyten werden könnten.
    Neuerdings unternahm Bauer eine Nachprüfung und sprach sich für die Fibrozytentheorie Möllendorffs aus.
    Die intravaskulär eingebrachten Karminzellen wandern, wie wir in der ersten Mitteilung berichteten, immer wieder in das interstitielle Bindegewebe gewisser Organe aus, jedoch in das subcutane Bindegewebe nur ausnahmsweise.
    Nun untersuchten wir die Affinität der ins subcutane Binde Gewebe injizierten Karminzellen für die Bindegewebe. Hinsichtlich der Versuchsmethode möchten wir besonders die Aufmerksamkeit darauf lenken, dasz man die Injektionsmenge der Karmin-zellensuspension möglichst beschränken, ferner auch die Injektiensflüssigkeit möglichst diffus verteilen muss.
    Wir injizierten 0.2cc der Karminzellensuspension, die in 1cm etwa 900 Karminzellen enthält. Als kontrolle benutzten wir eine gleiche Menge der Suspension von abgetöteten Karminzellen.
    Bei der mikroskopischen Untersuchung zeigten die injizierten Karminzellen 24 St. nach der Injektion keine Besonderheiten. 2 bis 3 Tage nach der injektion stellen sie einen Karmingranulafreien schmalen Protoplasmasaum dar, von werchem aus sich häufig einige sehr zarte Fortsätze entfalten. Die Fortsätze werden allmählich mächtig und kommen 4 bis 5 Tage nach der Injektion mit den Fortsätzen der Fibrozyten in Verbindung, um sich nun dem fibrozyten netz einzufügen. DerZelleibe und die Fortsätze solcher Karminzellen breiten sich membranös aus.
    Ihre kerne vergröszern sich rundlich oder oval und zeigen eine diffuse Chromatinsubstanz.
    Nun ist es wohl unmöglich, solche Karminzellen von den Fibrozyten streng zu differenzierèn, menn wann die vorher vitalgespeicberten Karmingranula nicht in Betracht zieht.
    Die subcutan applizierten Karminzellen scheinen ungefähr 8 Tage lebensfähig zu sein. Aber 6 Tage nach der Injektion geraten die Karminzellen mehr und mehr in Zerfall und dann werden reichliche Karmingranula frei. Die Zellelemente des Ortsgewebes nehmen die freien Karmingranula so reichlich auf, dasz die echten Karminzellen sich nicht mehr streng von den Karmingranulaphagozyten differenzieren lessen.
    Aus den obigen Befunden wollen wir schlieszen, dosz die histiozytären Wanderzellen im Bindegewebe sich nach der Milieuveränderung in fixierte Zellformen, die sich von den Fibrozyten morphologisch nicht differenzieren lassen, umwandeln können.
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  • Ryôzô Ido
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1638-1649
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Verfasser untersuchte die Ausscheidung der gepaarten Glukuronsäure und der Schwefelsäure im Harn bei experimenteller Clonorchiasis sinensis bei Kaninchen. Die Versuchsresultate sind folgende:
    1) Die Menge der gepaarten Glukurousäure im Harn vermehrte sich im schweren Stadium der Krankheit, was aber nicht immer exakt pararell mit der Stärke der Affektion auftrat.
    2) Die Aetherschwefelsäure im Harn nahm mit dem Krankheitsverlauf zu und erreichte im Endstadium der schweren Fällen die doppelte Menge des normalen Wertes.
    3) Die Gesamtschwefelsäure im Harn verhielt sich wie die Aetherschwefelsäure und ihre Vermehrung war besonders deutlich bei denjenigen schweren Fällen, die ziemlich lange am Leben blieben.
    4) Bei einigen Versuchstieren, die bei kurzem Verlaufe der Krankheit zugrunde gingen, beobachtete man hingegen eine Verminderung der genannten Säuren im Harn.
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  • Ryo Uchida
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1650-1690
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Es ist nach den Beitraegen von Sakakibara, Ishibashi u. a. nicht mehr zweifelhaft, dass das H. v. d. Bergh'schen Verfahren indirekt reagierende Bilirubin im ganzen reticuloendothelialen System gebildet wird. Wenn diese experimentelle Tatsache gleicherweise in vivo nachgeweisen werden kann, so kann man damit die precesse der Bilirubin-bildung in vivo und ihren Umlauf erkennen. Daher ist es ausdruecklich notwendig, bei der Transfusion von Autohaemoglobin also dem Urmaterial des Bilirubins, quantitativ zu untersuchen, in welcher Weise die allgemeinen reticuloendothelialen Zellen, insbesondere ihre Vertreter, d. h. die Milz und das Bilirubin-umwandlungs und -ausscheidungsorgan, d. h. Leberparenchymzellen in vivo reagieren.
    Die Untersuchungsmethode besteht, kurz gefasst, aus folgendem: 1) Man bestimmt die Toleranz des Hundes gegen Autohaemoglobin. 2) Man untersucht, welche Veraenderungen der vorher gemessene normale Bilirubin-Index (direkt reagierendes Bilirubin: indirektes Bilirubin) der Lebergalle nach der Transfusion einer Autohaemoglobin von Toleranzoder Übertoleranzwert zeigt. 3) Man vergleicht diese Veraenderungen des Bilirubin-Index vor und nach der Splenektomie bei demselben Hunde.
    Wenn Verfasser die Ergebnisse seiner Untersuchungen kurz zusammenfasst, so ergibt sich folgende:
    1. Der Toleranzwert von Autohaemoglobin je kilo beim Hunde ist; 1.04cc von defibriniertem Blute bei tropfenweiser, 0.63cc bei direkter und 0.65cc bei teilweiser Transfusion. Diese Toleranz faellt nach der Splenektomie ca um 1/2 ab.
    2. Der nach der H. v. d. Berghschen Methode gemessene normale Bilirubin-Index der Lebergalle beim Hunde ist 0.2 bis 0.92 durchschnittlich 0.56.
    3. Unsere neue cholecystduodenostomische Gallenfistel ist zweckmaessig, um die Lebergalle bei den monatelang dauernden Untersuchungen zu sammeln.
    4. Wenn das dem Toleranzwerte entsprechende Autohaemoglobin beim Hunde transfusiert wird, dann steigt der Bilirubin-Index der Lebergalle nach der ersten Stunde auf das 2-3 fache des normalen Wertes, nach der zweiten oder dritten Stunde auf das Maximum. Der Maximalwert ist das 3-6 fache des normalen.
    5. Wenn man Autohaemoglobin innerhalb von 48 Stunden nach der Splenektomie transfusiert, nimmt das indirekt reagierende Bilirubin nicht zu, sondern es faellt ganz im Gegenteil Bilirubin-Index unter normalen Wert. Hieraus ist erkennbar, dass auch die Milz in vivo von groesster Bedeutung für die indirekte Bilirubinbildung ist.
    6. Die totale Kompensation des Defektes der Bilirubinbildung in vivo, welcher nach der Splenektomie entsteht, ist nach fast 2 Wochen vollzogen.
    7. Die Bilirubinkonzentration im Blute nach der Autohaemoglobintransfusion nimmt voellig parallel mit der Bilirubin-Index-Schwankung in der Lebergalle zu und ab.
    8. Die Leberparenchymzellen wandeln nur das die Leber passiert habende indirekte Bilirubin teilweise in direkt um, und scheiden sogar beide Bilirubine auf dem Gallenwege aus. Dieses Ausscheidungsvermoegen ist in der ersten Haelfte nach der Autohaemog lobintransfusion sehr lebhaft, aber in der zweiten Haelfte erschlafft es allmaehlich.
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  • Kyoji Akaiwa
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1691-1707
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Nachdem ich über die Blutveränderung, hervorgerufen durch die Naswitische Methode und gleichzeitige subcutane Injektion von Eisenpräparaten bei Menschen und bei jungen Hunden Untersuchungen angestellt hatte, Kam ich zu folgenden Schlüssen:
    1) Nach meiner Erfahrung ist die Naswitische Erscheinung beim Menschen, sowie das Untersuchungsresultat nach Naswitis und anderen Autoren bei Menschen und bei Hunden ganz deutlich.
    2) Durch die intravenöse Injektion von hämolysiertem Auto-Blut bei Menschen und bei jungen Hunden nimmt die Erythrozytenzahl zu, erreicht nach 2 bis 3 Tagen den Höhenpunkt ihrer Vermehrung und kehrt 4 bis 6 Tagen wieder auf ihren ursprünglichen Wert vor der Injektion zurück. Hierbei vermehrt sich auch die Zahl der jugendlichen Erythrozyten deutlich, erreicht den Höhenpunkt nach 1 bis 4 Tagen und kehrt nach 5 bis 6 Tagen wieder auf den ursprünglichen Wert vor der Injektion zurück.
    3) Obenerwähnte Erscheinungen, treten aber bei jungen Hunden, denen man vorläufig die Milz exstirpierte, nicht hervor.
    4) Bei der intravenösen Injektion des hämolysierten Auto-Blutes bei Menschen vermehrt sich die Zahl der jugendlichen und stabkernigen Leukozyten, aber die Zahl der Leukozyten der anderen Arten zeigt keine merkliche Veränderung.
    5) Die fortdauernde subcutane Injektion von Eisen-emulsol und Eisenelecroid beim Menschen ruft eine Herabsetzung der Function des Reticuloendothelialsystems hervor.
    6) Bei intravenöser Injektion von hämolysiertem Auto- Blut nach fortdauernder Injektion von Eisenpräparaten ist beim Menschen die Vermehrung der Zahl der Erythrozyten und ihrer jugendlichen Formen weit hochgradiger und die Zeitdauer der Vermehrung ist deutlich länger als bei der einfachen Injektion hämolysierten Auto- Blutes.
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  • (I. Mitteilung.) Betrachtungen an Ödemkranken nebst einem Beitrag über die Wirkung der Diuretica auf den unmerklichen Gewichtsverlust
    Naosaku Shindoh
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1708-1732
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Aus den Untersuchungen von Schwenkenbecher u. a. wissen wir, dass die Wasserabgabe ungefähr 90% des unmerklichen Gewichtsverlustes ausmacht und warmeregu-latorischen Zwecken im Körper dient. Hinsichtlich der Frage jedoch, ob die Perspiratio insensibilis eine primäre Rolle bei der Wasserregulation spielt oder nicht, liegen bisjetzt nur wenige Angaben vor. Um hierzu einen Beitrag zu liefern, habe ich mittels indirekt-rechnerischer Methode einige Untersuchungen der Perspiratio insensibilis bei Gesunden, Fiebernden, Ödemkranken und Stoffwechselkranken vorgenommen. Die Patienten wurden morgens nüchtern gewogen. Die Bilanz zwischen Einfuhr (die Summe der genossenen Speisen und Flüssigkeiten) und Ausfuhr (Faeces, Urin und Sputa) wurde mit dem Körpergewicht verglichen und daraus die insensible Perspiration berechnet. Dabei gebrauchte ich für die Körpergewichtsbestimmung eine Plattformwage mit einer Genauigkeit von 10g und für die Speisen, Getränke, Faeces und Urin eine andere Wage, auf der das Gewicht bis auf 0.1g festgestellt werden konnte.
    Die Resultate sind folgende:
    1) Der Tageswert der Perspiration bei gesunden Japanern bei Ruhe und Zimmeraufenthalt im März und Juni beträgt 1202-1932g, durchschnittlich 1556g.
    2) Bei cardialen und renalen Ödemen wie bei den durch die Verengerung grosser Gefässe entstandenen finden sich sehr niedrige, sogar negative Werte von Perspiration (von 0 bis -600g). Dabei konnte ich von diesem Gesichtspunkte aus zwei Formen der Kreislaufinsuffizienz unterscheiden. Die eine zeigt eine stark herabgesetzte Perspiration, bei der anderen bleibt these dagegen fast unverändert. Die erste Form entspricht der Plusdekompensation von Wollheim, die zweite der Minusdekompensation desselben.
    3) Das für Kreislaufinsuffizienzen gegebene Salyrgau treibt stets die Gesamtwasserausscheidung, besonders die Urinausseheidung stark in die Höhe, wobei man in allen Fällen ohne Ausnahme eine mehr oder weniger deutliche Verminderung der insensiblen Perspiration konstatieren kann. Wenn man Salyrgan und Digitalis oder Strophantin kombinierte verordnet, so wird das gewöhnliche Absinken der Perspiration verhindert.
    4) Nach Novasurolinjektion steigt die Wasserausscheidung aus der Lunge und der Haut.
    5) Bei der Karellschen Kur nahm die Perspiratio insensibilis mehrere Tage lang ab.
    Aus obigen Tatsachen wird klar, dass die Perspiratio insensibilis aus zwei Teilen. dem wasserregulatorischen und dem wärmeregulatorischen besteht. Die wasserregu-latorische Wirkung ist besonders deutlich bei den starken Ödemkranken aller Art zu beobachten.
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  • Ryuzo Ikei
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1733-1745
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    Obwohl es zahlreiche Arbeiten über den Blutbefund der Tubenschwangerschaft gibt, so ist seine diagnostische Bedeutung doch von nur wenigen Autoren erörtert worden, deren Meinungen geteilt sind.
    Daher habe ich mich mit der Untersuchung des Blutbefundes bei Tubenabort und Tubenruptur beschäftigt und bin zu folgender Zusammenfassung gekommen:
    1. Bei dem Fall, bei welchem nach dem Tubenabort gerade so viel Zeit verstrichen ist, dass sich ein Hämatom schon ausbilden konnte, zeigen die Leukozyten in prozentualem Verhältnis im allg. keine Veränderung, ausser einer leichten Linksverschiebung der neutrophilen Leukozyten.
    2. Direkt nach der Tubenruptur treten eine starke Leukozytose, eine starke Neutrophilie und eine mittelstarke Linksverschiebung auf. Ausserdem kann man dabei Eosinopenie und relative Lymphopenie beobachten.
    3. Durch die Untersuchung des Blutbefundes kann man eine entzündliche Krankheit von der Tubenschwangerschaft differenzieren, jedoch ist kein für die Etrauterinschwangerschaft spezifischer Blutbefund vorhanden.
    4. Infolge der Unterbrechung der Extrauterinschwangerschaft vermindern sich die roten Blutkörperchen und der Hb-Gehalt und steigert sich die Blutkörperchensenkungs-geschwindigkeit, jedoch ist das wegen des grossen individuellen Unterschiedes diagno-stisch kaum von Bedeutung.
    5. Wénn die Operation der Extrauterinschwangerschaft normal verläuft, so zeigt der Blutbefund schon am 6. Tage den normalen Zustand.
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  • Shunji Kaschiwagi
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1746-1754
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    In erster Linie uuterband der Verf. den Ductus Choledochus bei Kaninchen und tötete die Tiere nach verschiedenen Zeiträumen, um die Herzmuskelfasern histologisch zu untersuchen. Daraus ergab sich folgendes:
    24 Stunden nach Operation quellen die Muskelfasern mit ihren Kernen etwas auf, wobei das Sarkoplasma augenscheinlich zunimmt (Fig. 3).
    72 Stunden nach Operation quillt das Sarkoplasma im kernhaltigen Achsenteil der Faser stark auf, was dort einen länglichen Spaltraum hinterlässt (Fig. 4). Dieser Zustand ist 2 Wochen nach Operation sehr deutlich zu sehen, indem jede Faser infolge der bedeutenden Aufquellung des Achsensarkoplasmas in longitudinaler Richtung spaltend und sich mit der benachbarten verschmelzend ein wabenartiges Werk bildet. Die Maschen des Wabenwerks, worin die etwas gequollenen und daher schwach gefärbten Kerne frei zu liegen scheinen, sind im Längsschnitte sehr länglich (Fig. 5), dagegen im Querschnitte rundlich order polygonal (Fig. 6). In beiden sieht man, dass der Fibrillenteil der Fasern durch Hydropisierung des Achsensarkoplasmas bis auf eine dünne peripherische Schicht gedrückt wird, und diese Schicht sich mit den benachbarten verschmelzend jeden Maschenraum umgibt. Denselben Befund sieht man auch bei Kaninchen, denen Kaninchengalle oder Cholsäure resp. Desoxy cholsäure intravenös injiziert worden ist. Fig. 7 u. 8 zeigen den Befund im Falle der Galleninjektion, während Fig. 9, 10 u. 11 die Veränderung der Herzmuskelfasern im Falle der Cholsäuml;ure-resp. Desoxycholsäureinjektion wieder-geben. Besonders in Fig. 9 u. 10 ist die Veränderung auffallend, indem die Wabenwände sehr dünn und Wäbenräume sehr geräumig sind. Diese Präparate stammen aus dem Herzen eines Kaninchens, das durch Injektion von Natriumsalze der Cholsäure getötet wurde (Dosis letalis: 24cc einer 2% igen Lösung pro Kg. Körpergewicht).
    Kurz besteht die Veränderung der Herzmuskelfasern, die überhaupt durch die Wirkung der Gallenbestandteile verursacht wird, in die Hydropisierung des Achsensarkoplasmas.
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  • Kensuke Murakami
    1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1755-1780
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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    The effect of the quinine derivatives, such as quinidin, cinchonin, cinchonidin, optochin, eucupin and vuzin, on the isolated uterus, Fallopian tube, round ligament and vaginal wall of the rabbit, is, in low concentration, to exhibit contraction, manifesting increased tonus and movement, through the stimulation of their musculatures, and in high concentration, to exhibit a depressing effect, owing to the paralysis of the muscles.
    Among these substances, quinidin, cinchonin and cinchonidin, which belong to the cuprein derivatives, and are closely related or isomeric in their chemical constitution to quinine, in a certain degree of concentration (0.005-0.01%) in which usually exert a marked stimulating effect, reverse the stimulating action of adrenalin by paralyzing selectively the motor fibers of the sympathetic nerves of those organs above mentioned. The stimulating action of adrenalin on the organs is reversed, with a pronounced depressive effect, by the subsequent addition of these drugs, and, in similar manner, the stimulating action caused by the quinine derivatives is also markedly depressed by adrenalin afterwards given.
    The concentrations of the drugs which are required for inducing the reversal of adrenalin action are similar, but in their consistency to cause such phenomena they show considerable variation. Cinchouin is the surest in this respect, followed by cinchonidin and quinidin. Quinine seems to be pretty uncertain.
    In striking contrast to these cuprein derivatives, the saturated hydrocuprein dervatives such as optochin, eucupin and vuzin have no power to cause the reversal of adrenalin action, except that optochin which has the least molecular weight among them, induces the reversal of adrenalin action very rarely.
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  • 1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1783-1787
    Published: July 31, 1930
    Released: March 31, 2009
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  • 1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1787a
    Published: 1930
    Released: March 31, 2009
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  • 1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1787b
    Published: 1930
    Released: March 31, 2009
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  • 1930 Volume 42 Issue 7 Pages 1787c
    Published: 1930
    Released: March 31, 2009
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