Abstract
1. Die Schleimhaut des Wurmfortsatzes wird, wie die der anderen Darmabschnitte, durch chemische und biologische Substanzen und Bakterien leicht angegriffen, so daß in ihr ein Apparat vorhanden sein muß, um sie zurückzuhalten oder sie harmlos zu machen. Man sieht in der Schleimhaut Retikulumzellen, die denjenigen im Lymphsinus des Lymphknotens ähneln. Auch in der normalen Wurmfortsatzschleimhaut sind zahlreiche Lymphocyten und wenigere Monocyten und Histiocyten vorhanden. Der größere Teil der letzteren ist wahrscheinlich aus den Retikulumzellen entstanden.
2. Bei der katarrhalischen Wurmfortsatzentzündung werden zunächst Übergänge von den Retikulumzellen in die Monocyten gesehen, welch letztere sich später zu größere Histiocyten umwandeln können. In der Nähe der starken Entzündung geschehen auch die erwähnten Umbildungen der Zellen.
3. In der chronischen Wurmfortsatzentzündung vermehren sich die grobgranulierten Leukocyten von verschiedener Größe. Die von ihnen eingeschlossenen, mit Eosin gut färbbaren Granula sind verschieden groß. Nach anderweitigen Beobachtungen scheinen die Zellen auch meistens aus den Retikulumzellen zu stammen.