Aesthetics
Online ISSN : 2424-1164
Print ISSN : 0520-0962
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Die Aporie um die Lust am Tragischen
Kiyokazu NISHIMURA
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1990 Volume 40 Issue 4 Pages 1-11

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Abstract
Im 17. bis 18. Jahrhundert, in dem die Reflexionen und Kritigen uber das Theater zum Gegenstand allgemeiner Anteilnahme wurden, erregte ein Ratsel offentliche Aufmerksamkeit. Das ist die seltsame Erfahrung, die heute die 'Lust am Tragischen' oder 'Lust am Leid' genannt ist. Dubos legte das grundlegende Erklarungsformular dieser paradoxen Erfahrung vor. Er erkennt den Kern des Problems im Zugleichsein von Lust und Unlust. Als Typen dieser vermischten Gefuhlen nennt Mendelssohn das Erhabene und das Mitleiden. Das Erhabene war auch schon bei Burke "a sort of delightful shiver", und weiter von Schiller als das der tragischen Ruhrung begleitende erkannt. Das Mitleid, andererseits, war im 19. Jahrhundert in der psychologischen Asthetik der Einfuhlung von Lipps oder Volkelt, oder in der Phanomenologie der Stimmung von Odebrecht thematisiert. Doch haben alle diese Argumente kein neueres dargebietet als das Formular von Dubos. Alle diese Verwicklungen ruhren aus dem merkwurdigen Gedanken der Vermischung der Gefuhle selbst. Um der Aporie auszuweichen, ist es notig, zuerst das Gefuhl mit dem heideggerschen Begriff der "Befindlichkeit" ontologisch zu fassen. Und dann, mit Hilfe der phanomenologischen Analyse von Iser und Ricoeur uber den Lesensakt, konnten wir klar finden, dass die Befindlichkeit des Zuschauers vom Anfang bis zu Ende in der asthetischen Lust liegt.
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© 1990 The Japanese Society for Aesthetics
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