Nippon Yakubutsugaku Zasshi (Folia Pharmacologica Japonica)
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Über den Einfluss verschiedener Bedingungen auf die Resorption des Natriumsalicylates von der Pleurahöhle aus sowie über die Resorptionswege dieses Pharmakons. II. Mitteilung.
Masayoshi Ogawa
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1931 Volume 11 Issue 3 Pages 334-345

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Abstract
Es wurden bei Kaninchen die rechte Pleura durch Aleuronat oder die rechte Lunge durch Silbernitrat in Entzündung versetzt, dann 0, 1 g Natriumsalicylat pro Kilo in die Pleurahöhle derselben Seite injiziert und wie in den vorangehenden Untersuchungen die Resorption dieses Pharmakons von dieser Höhle aus beobachtet. Bei entzündlichen Zuständen der Pleura, besonders im Anfange, wo die Entzündungen noch relative leichtgradig sind, geht das Pharmakon infolge der Gefässdilatation und Hyperämie der Pleura rasch ins Blut über. Demgegenüber muss die Resorption gestört werden, wenn die entzündlichen Vorgänge hochgradig zunehmen, da dabei nicht nur die zur Resorption notwendigen Gefässe geschädigt werden, die Pleurafläche mit Fibrin bedeckt wird und die Verwachsung der Pleura mit dem Nachbargewebe die Resorptionsfläche vermindert, sondern auch die Hin- und Herbewegung der Flüssigkeit in der Pleurahöhle durch die mangelhafte Atembeweguug der Lunge beeinträchtigt wird. Ebenfalls wird bei leichteren Entzündung der Lunge die Resorption des Pharmakons von der Pleurahöhle aus beschleunigt. Dies ist damit zu erklären, dass es infolge der Gefässdilatation und Hyperämie der Lunge zur Erweiterung der Pleuragefässe und zur Förderung der Zirkulation an der Pleura kommt, wodurch die Resorption des Pharmakons durch die Kapillaren und kleinen Gefässe der Pleura und durch die der Pleura anliegenden Lungenkapillaren begünstigt wird. Bei diesen Fällen spielt auch die Resorption von seiten der Pleura parietalis her eine Rolle, da sich dabei die Pleura parietalis mithyperämisiert und die Zirkulation in derselben deutlich angeregt wird. Schreiten die entzündlichen Prozesse der Lungen weiter fort, so wird die Resorption des Pharmakons sehr beträchtlich gestört. Bei diesen Fällen werden nämlich die Lungenalveolen, Lungengefässe und die Gewebsspalten mit Entzündungsprodukten verstopft, d. i., die Lungen werden hepatisch, wodurch es zu starker Störung des Lungenkreislaufs und der Atembewegungen kommt. Weiter lagert sich auf den Pleuraflächen Fibrin ab, und die Zirkulation in der Pleura wird beträchtlich gestört, beides Erscheinungen, die natürlich die Resorption durch die Pleura ungünstig beinflussen. Daneben wird durch reichlich sezerniertes Exsudat auch die Konzentration der Arzneimittellösung vermindert. Alle die obengeschilderten verschiedenen Faktoren vermögen die Resorption des Mittels zu stören.
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