Nippon Yakubutsugaku Zasshi (Folia Pharmacologica Japonica)
Online ISSN : 2185-307X
Print ISSN : 0369-4461
ISSN-L : 0369-4461
Über den Einfluss der wichtigeren formosanischen Schlangengifte auf die Atmung des Kaninchens
III. Mitteilung. Einfluss verschiedener therapeutischer Massnahmen auf die durch das Gift von Bungarus multicinctus verursachte Veränderung der Atmung
Kiroku Rai
Author information
JOURNAL FREE ACCESS

1937 Volume 24 Issue 3 Pages 155-167

Details
Abstract
Die kürzlich veröffentlichte II. Mitteilung hatte den Einfluss des Giftes von Trimeresurus mucrosquamatus zum Gegenstand. Trimeresurus ist eine crotaloide Schlangengattung, ihr Gift wesentlich ein Blutgift. Die vorliegende III. Mitteilung beschäftigt sich mit dein Gift von Bungarus multicinctus, einer elapoiden Schlangenart, deren Gift hauptsächlich ein Nervengift ist. Die gegenwärtigen Untersuchungen bilden eine genaue Parallelreihe zu den der II. Mitteilung zu Grunde liegenden. Es fanden hierbei namentlich die gleichen 10 Medikamente Verwendung, mit dem einzigen Unterschied, dass an die Stelle des HabuHeilserums das ebenfalls von unserem Zentralen Forschungsinstitut bereitgestellte Bungarus-Heilserum trat (”Antivenomous Serum for Bungarus multicinctus”). Auch die gebräuchliche lokale und allgemeine Therapie war selbstverständlich dieselbe, schon aus dem Grunde, dass nur allzuhäufig die Schlangenart, von welcher der Patient gebissen wurde, unbekannt ist, oder wenigstens nicht mit völliger Sicherheit festgestellt werden kann. Es kann sich demnach die gegenwärtige Darlegung auf das Hervorheben der Unterschiede und der Übereinstimmungen zwischen den beiden Gruppen der Schlangengifte, den Blutgiften und den Nervengiften, beschränken. Yamaguchi fand bei seinen Experimenten mit Bungarus an Kaninchen, dass in keinem Stadium der Vergiftung eine Erregung der Atmung eintritt. Während bei Verwendung des mucrosquamatus-Giftes regelmässig eine anfängliche Beschleunigung der Atmungsbewegungen zu beobachten ist, fehlen kurz nach dem Biss von Bungarus resp. nach der Injektion einer mässigen Dosis von Bungarus-Gift alle besonderen Symptome; erst nach einiger Zeit werden dyspnoische Erscheinung deutlich, welche sodann in allmählicher Abstufung in Atmungslähmung übergehen und zuletzt zum Tode des Tieres führen. Diese nur auf dein Augenschein beruhenden Angaben Yamaguchi's wurden durch meine eigenen, mit Hilfe des Gasometers und des Kymographen kontrollierten Beobachtungen trotz gelegentlicher individueller Schwankungen im grossen und ganzen bestätigt. Namentlich bemerkte auch ich bei meinen sehr zahlreichen Versuchen niemals eine anfängliche Erregung. Die Giftlösung wurde in meinen sämtlichen Versuchen, soweit eine nachträgliche Anwendung von Arzneimitteln beabsichtigt war, durch subktane Injektion appliziert. Nachdem leichte Lähmungserscheinungen eingetreten waren, erfolgte dann die Injektion des Arzneimittels; nur bei Verwendung des Heilserums wurde gelegentlich ein anderes Verfahren befolgt, indem Giftlösung und Heilserum in der Spritze gemischt und somit gleichzeitig injiziert wurden.—Die Anwendungsweise des Arzneimittels, ob durch subkutane oder intravenöse Injektion, ist für jedes Mittel gesondert angegeben.
Content from these authors
© The Japanese PharmacologicalSociety
Next article
feedback
Top