Abstract
Der Verfasser hat an Kaninchen die Einflüsse der serienweisen Enthirnung in verschiedenen Hohen auf die Blutgerinnungszeit und die Blutgerinnungswirkungen des Apomorphins, Coffeins und Cocains untersucht. Die Resultate sind kurz zusammengefasst folgende : 1. Dekortizierung wirkt auf die BMgerinnung fördernd. 2. Auch bei der Durchschneidung des Gehirns am Vorderrand der Thalami ergeben sich gleichartige Resultate. 3. Die Durchschneidung am Vorderrand der Vierhügels wirkt auf die Blutgerinnung hemmend oder zuerst hemmend, dann aber fördernd. 4. Nach der Dekortizierung wurden die gerinnungshemmenden Wirkungen des Apomorphins, Coffeins und Cocainsumgekehrt und die gerinnungsfördernde Wirkung des Cocains leicht verstärkt. 5. Auch nach der Durchschneidung am Vorderrand der Thalami ergeben sich gleichartige Resultate. 6. Nach der Durchschneidung am Vorderrand des Vierhügels wird die gerinnungshemmende Wirkung des Apomorphins aufgehoben, die des Coffeins aufgehoben oder umgekehrt und die des Cocains umgekehrt. Die gerinnungsfördernde Wirkung des Cocains wird nach dieser Operation aufgehoben. 7. Die obigen Tatsachen scheinen clafür zu sprechen, dass sich im Zwischenhirn die blutgerinnungsfördernden und hemmenden Zentren befinden und dass die Grosshirnrinde auf die Erregbarkeit der Zentren hemmend einwirkt und die Erregung der Grosshirnrinde auf das gerinnungshemmende Zentrum im Zwischenhirn einwirkt. Es wurde meine frühere Auffassung durch diese Ergebnisse bestätigt, dass die Herabsetzung der Blutgerinnbarkeit durch Apomorphin, Coffein sowie Cocain auf eine Erregung der Grosshirnrinde anddie gerinnungsfördernde Wirkung dieser Gifte auf diejenigen des gerinnungsfordernden Zentrums im Zwischenhirn zurückzuführen ist, wührend die gerinnungsfördernde Wirkung der letzten 2 Gifte auch teilweise peripherischer Natur ist. [Vgi. Original (japanisch) S. 372.]