Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
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Ein Beitrag zum Forssman'schen Antikärper
(3. Mitteilung) Über die Beziehung zwischen verschiedenen serologischen Reaktionen der Hämolyse-, Präzipitations-(Ring und Mischprobe) und Komplementbindungsreaktion mit Forssman'schem
Masayuki Oku
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1941 Volume 53 Issue 2 Pages 340-370

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Abstract
In der ersten und zweiten Mitteilung stellte Verfasser die verschiedenen serologischen Reaktionen (Hämolyse, Flockung, Präzipitation, Klarung und Komplementbindung)der Forssman'schen Antikorper klar. In dieser Mitteilung fasst er diese verschiedenen serologischen Untersuchungen der Forssman'schen Antikorper zusammen und geht naher auf die aktive Anaphylaxie mit Forssman'scher A-a Reaktion ein.
Verfasser extrahierte das Organ- und Rotezellenlipoid mittels der Alkoholmethode und benutzte es als Forssman'sches Antigen. Er prufte bei obigen Prazipitinreaktionen (Flockung und Ringprobe) mit Cholesterinzusatz und ausserdem benutzte er bei der Prufung als Antigen frische Rotezellen der Ziege, die mit 10% Formalin fixiert waren, oder gekochte Blutzellen.
Diese verschiedenen Lipoidantigene wurden mehrmals intravenös bei Kaninchen injiziert und folgende verschiedene Immunseren hergestellt:
a) Das durch Alkoholextrakt der Pferdeniere (mit Schweineserum) erzeugte Ziegenrotehamolysin.
b) Das durch frische Rotezellen der Ziege erzeugte Hamolysin.
c) Das durch gekochte Ziegenblutkorperchen erzeugte Ziegenrotehamolysin.
d) Das durch Alkoholextrakt der Ziegenrotezellen (mit Schweinerum) erzeugte Hamolysin.
1) Es besteht wie beim Eiweissantigen eine innige Beziehung zwischen Antikörpertiter (Verdunnungstiter des Immunserums) und Bindungszone bei verschiedenen lipoidartigen Forssman'schen Reaktionen mit demselben Immunserum.
Verfasser erzielte schon in der I und II Mitteilung das Vorhandensein einer Bindungszone (geeignete Antigenmenge zu bestimmtem Immunkorper) bei Hämolyse zur Ziegenrote und verschiedene Prazipitine und Klarungsreaktion mit Forssman'schem Antikorper. Wenn der Verdunnungstiter bei der Hamolysinreaktion hoch steht, so sieht man hohen Verdunnungstiter bei der Präzipitation (nach Ogata) und Klarungsreaktion mit denselben Antisera.
Wenn die Bindungszone der Rote in % gering ist, so sieht man auch eine kleine Antigenmenge (in Lipoidverdunnung) bei Prazipitinreaktionen.
2) Bei der Klärungsreaktion konnte Verfasser doch nicht die Bindungszone bestimmen, weil diese Reaktion in schmaler Reaktionsbreite durch Kolloidlabilitat stattfindet.
3) In bezug auf Komplementbindungsreaktionen (Lipoidantigene und Formalin fixierte Rotezellen) sieht man auch gleich Parällelismus zwischen verdunntem Titer und der Bindungszone. Wenn der verdunnte Titer bei Prazipitinreaktion und Komplement bindungsreaktion beinahe gleich steht, so ist die Bindungszone bei Komplementbindungsreaktion doch etwas niedriger als bei der Präzipitinreaktion. Verfasser erklart diese Verschiedenheit aus der Molekulargrosse des gebildeten Präzipitats gegenuber der KomPlementbindung. Diese Tatsache steht im umgekehrten Verhaltnis bei Antigen und Antikörper von Eiweissnatur.
4) Durch Immunserum aus frischen Ziegenrotezellen sieht man gleiche Bindungszone bei Komplementbindungsreaktion und Hämolysinreaktion, weil diese Antikorper hauptsächlich vom Eiweissantigen abhängen.
5) Bei den Kaninchen, denen 10% Nierenemulsion von Meerschweinchen bei 5cc nur 1 mal intravenos zugefuhrt wurde. wird die Nierenlipoidlösung von Pferden mit Schweineserum (uber 4-8 malige Bindungszone) 32 Tage nach der letzten. Injektion injiziert, worauf binnen kurzem eine leichte Blutdrucksenkung als Anaphylaxiesymptom eintritt (Siehe Fig. 1).
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