Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
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Über die Hamazakischen Ketoenolsnbstanzen im Harn bei akuten Infektionskrankheiten
(II. Mitteilung) Untersuchungen über Farbreaktionen
Shuichi Takami
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1941 Volume 53 Issue 4 Pages 848-868

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Abstract
In der vorigen Mitteilung hat Verf. die Hamazakische Ketoenolsubstanz im Harn bei verschiedenen akuten Infektionskrankheiten quantitativ bestimmt und konnte dadurch lehrreiche Befunde errielen. Quantitative Beobachtungen an Hand der NiederschlagsPrüfung stellen aber noch keine hinreichende Untersuchung über die Ketoenolsubstanz im Harn dar. Man muss dazu noch einerseits die Farbreaktion der betr. Niederschläge durch Anwendung der Hamazakischen Karbolfuchsin-Jod-Methode (KFJ-Methode) uutersuchen, anderseits die Menge der in den niederschlägen enthaltenen. Lipoide, die zu dem Umsatz der Ketoenolsubstanzen in einer bestimmten Beziehung stehen, feststellen. Darum hat Verf. die in der vorigen Untersuchung gewonnene Ketoenolsubstanz erneut zu Ausstrichpräparaten verarbeitet. Auf diese Präparate hat er dann die KFJ-Methode und Ciacciosche Lipoidfarbung angewandt, um die Mengen der enthaltenen Ketoenolsubstanzen und, Lipoide mikroskopisch, festzustellen. Die Ergebnisse waren wie folgt:
1) Beim Darmtyphus wurde die Färbbarkeit der Ketoenolsubstanz im Harn zumeist in geringem Masse herabgesetzt. Wahrend der Dauer von hohem Fieber aber trat die Reaktion ziemlich deutlich auf. Indes war es dem Darmtyphus gewissermassen eigentumlich, dass die Farbbarkeit der Ketoenolsubstanzen je nach dem einzelnen Korperchen auffällig verschieden war. Der Lipoidgehalt nahm wahrend des ganzen Verlaufs der Krankheit beträchtlich ab, ausgenommen beim Vor- und Nachstadium der Krisis, bei der die Lipoide, obschon in geringem Masse, eine Vermehrung aufwiesen.
2) Bei der Dysemterie war die Färbbarkeit Ketoenolsubstanz während aller Stadien der Krankheit ausserordentlich schwach. Das galt besonders für die Zeit der profusen Diarrhöe, bei der sie häufig die Gestalt von glasartigen farblosen Körperchen annahm. Jodoch wurde im Frühstadium der Krankheit eine Zunahme der Lipoide im Vergleich zur normalen Zeit wahrgenommen. Ihre Form jedoch war so unregelmassig, dass keine deutlich geformten Körperchen anzutreffen waren.
3) Beim Scharlach wurde die Förbbarkeit der Ketoenolsubstanz wöhrend aller Stadien der Krankheit bedeutend gesteigert. Die Lipoide Nahmen im ganzen Verlauf der Krankheit betröchlich ab und Yersuche, sie zu farben, fielen oft negativ aus.
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