Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
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Studien über Azetylcholin in den Nerven der Krustentiere, insbesondere des Syakos (Squilla affinis).
Naoyasu Sato
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1941 Volume 53 Issue 5 Pages 910-926

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Abstract
Das Azetylcholin der Wirbeltiere ist bereits von vielen Autoren fast vollständig untersucht worden, Bei den wirbellosen Tieren, insbesonders am Krustentiere jedoch Wurde über diese Substanz bisjetzt nur vereinzelt untersucht.
Dazu noch die Meinungen gehen auseinander ob das Krustentier sowohl Azetylcholin als auch Cholin-esterase überhaupt enthält oder nicht.
Es scheint mir im allgemein anzuerkennen, dass das Krustentier keines von beiden enthält.
Neulich aber hat J. Smith mitgeteilt, dass das Azetylcholin in den Nerven der Krustentiere vorhanden sei und zwar 2 oder 4 fach mehr in der Nervenganglion als in der Nervenfasser.
Daran interessiert hat der Verf. beim Syako (Squilla affinis) unter den Krustentieren die Untersuchung angestellt, ob in seinen Nerven wirklich das Azebylcholin enthalten ist oder nicht. Daneben hat er einige interessante Experimente ausgeführt, die er im folgenden auch mitteilen möchte.
Nachdem er die Nerven des Syakos exstirpiert und zerreibten hatte, behandelte er sie mit der Vagostigmin im Verhaltniss von 1:300, 000 versetzten Ringersche Lösung.
Der Nervenbrei ist meistens 5 fach verdünnt mir dieser Losung und war ausserhalb der Untersuchung immer in einem Eisschrank aufbewahrt.
Danach hat er als Indikator für A. ch. den M. rectus abdominis von Rana nigromaculata benutzt und die Kontraktion dieses Muskels am Kymographion aufzeichnen lassen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind folgendermassen:
1) Das Vorhandensein des Azetylcholins wurde in den Nerven des Syakos festgestellt
2) Im Muskel des Syakos wurde dagegen kein Azetylcholin gefunden.
3) Bei den im Eisschrank aufbewahrten Nervenbrei vermehrt sich der Menge von Azetylcholin allmählich bis zum Wert von 1.2γ per Gram in 4-5 Tagen, dann verläuft asymptotisch.
4) Nach der etwa 40 Minuten langen Erwärmung auf 75°C zelgte Azetylcholin einen Wert von 2.5γ per Gram.
Nach Loewi und Hellauer kann man durch dieses Verfahren der Erwärmung die darin enthaltenen Mengen von Azetylcholin vollständig herausziehen.
Daraus kann man schliessen, dass die Nerven des Syakos das Azetylcholin im ganzen ca.2.5γ per Gram enthalten.
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