Philosophy (Tetsugaku)
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Der Mensch in der Zeit
Kinshiro Kashiyama
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1964 Volume 1964 Issue 14 Pages 117-136

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Abstract

Die Zeit heisst eine Synthesis. Die sogenannte Unumkehrbarkeit der Zeit gründet sich darauf, dass die Gegenwart als solche schon im Gesichtspunkt der Gagenwart selbst überschritten worden ist. Die Gegenwart ist gerade die, wenn sie als sie selbst überschritten wird. In diesem Sinne kann man sagen, dass die Gegenwart die Identität in der Nicht-Identität und zugleich die Nicht-Identität in der Identität ist. Mit anderen Worten : die Gegenwart besteht darin, dass ihr, um sie selbst zu sein, das sie überschreitende begegnen muss. Die Gegenwart ist deshalb eine Synthesis, und in diesem Wesen der Gegenwart zeigt sich die Zeit. Deswegen ist die Zeit eine Synthesis.
Die Zeit ist nur da, wo der Mensch da ist. Dementsprechend hätte der Titel “der Mensch in der Zeit” eigentlich “die Zeit im Menschen” heissen sollen. Denn der synthetische Charakter der Zeit beruht aut dem synthetischen Charakter des Menschen : der synthetische Charakter des Menschen offenbart sich schlechthin wesentlich in demselben der Zeit.
Meines Erachtens handeln fast alle bisherigen Lehren von der Zeit dieses Verhältnis. In diesem Aufsatz habe ich versucht, die Zeit als die Form der Anschauung, die phänomenologische Zeit, die Zeit als die reine Dauer, die dialektische Zeit und die existenziale Zeit in dieser Hinsicht zu erörtern und meine eigene Einstellung dazu zu nehmen.

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