Abstract
Die der Wirkung von Ultraschallwellen unterworfenen markhaltigen Nervenfasern von Frosch wurden kurz mit Formalin fixiert und mit lipoidfäbendem Viktoriablau und Irisolechtblau BL gefärbt. Zum Vergleich wurden die Nervenfasern mit Osmiumsäure fixiert und geschwärzt.
Die Ultraschallwellen verursachen zuerst eine deutliche Vermehrung der Färbbarkeit der Markscheidensubstanz mit beiden Farbstoffen. Lipoide Substanz wird also durch die Beschallung freigelegt. Zugleich springen Teile der Markscheidensubstanz vielerorts aus der Innenfläche der Markscheide nach innen in kugeliger Form vor. Nach weiterer Beschallung nimmt die Färbbarkeit der Markscheidensubstanz ab, und die in das Innere vorgesprungene Markscheidensubstanz quellen schlauchenartig und fließen miteinander zusammen. Die Markscheidensubstanz wird mit der stark oxydierend wirkenden, sich also stark reduzierenden Osmiumsäure immer stärker geschwärzt. Allem Anschein nach wird durch länger dauernde Beschallung dipolfreies, stark reduzierendes Neutralfett reichlich losgelöst, woraus eine Prädominanz desselben gegenüber dem dipolstärkeren Lipoid resultiert.