Archivum histologicum japonicum
Print ISSN : 0004-0681
Todeszeitbestimmung auf Grund der Beobachtung der Veränderung des isoelektrischen Punktes der Pankreassubstanzen im Reagenzglas
Takuji OKURA, Daisuke FUJII
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1952 Volume 3 Issue 2 Pages 173-182

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Abstract
Durch Anwendung der mit Invertseife versetzten Pufferlösung wurde der isoelektrische Punkt der Pankreassubstanzen einfach und genau bestimmt, dadurch ist die Todeszeitbestimmung möglich. Diese Methode ist in der gerichtlich-medizinischen Praxis brauchbar.
1. Der isoelektrische Punkt der Pankreassubstanzen der Maus, welche nach der Tötung bei verschiedener Temperatur gelegenen ist, verändert sich innerhelb gewisser Zeitdauer nicht, verschiebt sich danach nach der sauren Seite. Je höher die Temperatur der Außenwelt ist, desto früher beginnt die Verschiebung des isoelektrischen Punktes, aber nach dem Beginn erniedrigt er sich bei allen Temperaturen mit fast den gleichem Tempo.
2. Nach dem Tode durch perorate Gabe von giftigen Präparaten geht die Verschiebung des Punktes anfangs etwas schneller vor sich als nach den Erstickungstod. Zwischen dem Erstickungs- und Gasvergiftungstod gibt es keinen solchen Unterschied. Nach tief greifender Verbrennung wird der isoelektrische Punkt beträchtlich niedriger.
3. Aus der Bebachtung von August 1950 bis November 1951 am Pankreas von 40 Leichen des Menschen sowie aus den experimentellen Untersuchung an Mäusen wurde Kurven der Veränderungen des isoelektrischen Punktes der Pankreassubstanzen erhalten, welche bei der Todeszeitbestimmung als Standard dienen können.
4. Die mit Invertseife zugesetzten Pufferlösungen von pH 2.6 bis 4.6 in geschlossenen Ampullen erwiesen sich sehr haltbar und bei der Todeszeitbestimmung nützbar.
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