抄録
In der vorhergehenden Mitteilung beschrieb der Verf. wie er durch Anwendung einer einfachen Kulturmethode Hühnerleukozyten gezüchtet und dabei morphologische Veränderungen der in fibroblastenartige Zellen übergehenden Mononuclearen beobachtet hat. Im Anschluss daran ist der folgende Versuch angestellt worden, urn die Einflüsse verschiedener Medikamente auf das Zustandekommen der morphologischen Veränderungen festzustellen, und zwar zuerst durch Anwendung von Arsen-und Antimonpräparaten. Material und Verfahren des Versuches sind bereits in der vorhergehendenMitteilung ausführlich geschildert worden. Als A rsenpräparate wurden hier Arseniksäure und unvollkommene Arseniksäure, als Antimonpräparat Brechweinstein benutzt. Diese Arzneimittel wurden dann mit Ringerlösung entsprechend verdünnt. Als Nährboden diente ein Gemisch von Blutplasma und Ringerlösung im Verhälthis von 4 : 1. Die Ergebnisse waren wie folgt : 1) Die drei genannten Medikamente wirkten in starker Verdünnung (bei den Arsenpräparaten 0, 000001-0, 00001 %, beim Antimonpräparat 0, 000 1%) auf die Wanderung der Leukozyten in erheblichem Masse beschleunigend, mit jeder Steigerung der Konzentration aber traten hemmende Einflüsse intensiver auf, sodass die Zellen einer Degeneration verfielen und schliesslich zugrunde gingen. Die die Wanderiing der Leukozyten hemmenden Einfliisse traten durch unvollkommene Arseniksäure am stärksten auf, wenigcr stark durch voilkommene Arseniksäure, am wenigsten durch Brechweinstein, der im Vergleich zur unvollkommenen Arseniksäure in erheblich leichterem Grade wirkte. 2) Bei stärkerer Verdünnung wurde eine Wirkung auf die in der Fläche der Wanderung auftretenden morphologischen Veränderungen kaum beobachtet, während bei geeigneter Konzentration die fibroblastenähnlichen Zellen iin Vergleich zum Kontrollversuch schon im Frühstadium viel deutlicher in Erscheinung traten. Bei noch höherer Konzentration kamen nur kleine Rundzellen wandernd zum Vorschein, aber keine fibroblastenartigen Zellen. In der Wirkung auf die morphologischen Veränderungen stand also das Antimonpräparat hinter den Arsenpräparaten zurück. [Vgl. Original. (Japanisch) S. 209]