日本ジェンダー研究
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Print ISSN : 1884-1619
「男らしさ」の崇拝-トーマス・マンと同性愛
橋木 郁子
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2000 年 2000 巻 3 号 p. 45-57

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抄録

Die Veröffentlichung der Tagebücher von Thomas Mann hat es der Forschung ermöglicht, seine Werke aus der Sicht seiner Homosexualität neu zu interpretieren. Seither geht kaum eine Arbeit über den Autor an seinem sexuellen Problematik vorbei. Im vorliegenden Aufsatz, der auf dieser Forschun gsrichtung basiert, wurde versucht, zuzeigen, daß sich sein Ich durch die Auseinander setzung mit seiner Homosexualitätent wickelt hat.
Der am 19. Jahrhundert beginnende Dikurs um die gleichgeschlechtliche Liebe hat zurGleichsetzung von Homosexualität und Verweib-bzw. Verweichlichung geführt. Dadurch waren die Betroffenen dem fatalen Verdacht ausgesezt, homosexuell zu sein, heilße, kein Mann zu sein. In den friiheren Novellen hat Thomas Mann seine homoerotischen Gefüthle als unmännlich vernichtet, indem er die unmännlichen Protagonistenin den Tod treibt. Das zeigt zum einen, wie tief sich Thomas Mann in dasGender-System (männlich/weiblich) verwickelt, und zugleich daß er Männlichkeit alswertvoller als Weiblichkeit betrachtet.
Auch in seiner politischen Schriften beschäftigt er sich mit der Problematik der Männlichkeit.In (Betrachtungen eines Unpolitischen) (1918) wurden die weiblich assoziertenAusdrücke als Schimpfwort verwendet, um seinen Gegner “Frankreich”und “Demokratie” zu entwürdigen. Dabei identifiziert sich Mann mit Deutschland, dasals mdnnliches Prinzip hochges chatzt wird. Hier, alizu klar geht es um seinen Antifeminismusund Männlichkeitskult.
In seiner Rede (Von deutscher Republild) (1922) hat Mann die deutsche Jugend aufgefordert, die gefahrdete Republik zu retten. Inzwischen hatte sich sein Wandel vonkoservativ-nationalistisch zu fortschrittlich-demokratisch vollzogen, nicht aber in seinem Männlichkeitskult. Mit der Hilfe von Hans Blüher, des Theoretikers der Homosexualität, hat Mann auch in der Rede die Basis der Republik als homoerotisch-männlich verstanden. Vor dem Hintergrund der Worte Goethes, daß das Männliche der reinereund schönere Ausdruck des Menschen sei, konnte er seine Homosexualitat rechtfertigen.
Allerdings verrät sein fanatischer Kult für die Männlichkeit einerseits auf ironischer Weise die große Schwierigkeit, mit der er seine Weiblichkeit überwindet, andererseitszeigt er den harten Druck der männlichen Gesellschaft, unter dem Thomas Mann also Homosexueller sein Leben fiihren mußte. In diesem Sinne, -das mag banal klingen, war Thomas Mann ein Opfer der Genderideologie.

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