Abstract
Im Zeitraum zwischen 1956 bis 1973 wurden 61 Fälle des Kehlkopfkarzinoms in der Univ. -HNO-Klinik Kagoshima behandelt. Seitdem die Mikrolaryngoskopie 1969 in die Klinik eingeführt worden ist, haben sich die FFälle vermehrt, in denen frühzeitig das Karzinom entdeckt wurde. Deswegen ist die 5 jFährige berlebensziffer viel größer geworden (28/32, also 87.5 96). Die Kehlköpfe der Überlebenden in 78.2% erhalten.
Die Fälle bestehen hauptsäch-lich aus glottischen Karzinomen, mit Ausnahme von 4 Fällen eines supraglottischen und 6 Fällen eines fortgeschrittenen glottischen Karzinoms(T3).
Unter 8 Rückfällen waren in 5 Fällen die Tumoren trotz der Vollbestrahlung d. h. über 5000R nicht gänzlich verschwunden, in einem Fall war das Karzinom in die vordere Kommissur und in einem anderen Fall war der Tumor in den Ventrikel infiltriert. Im letzten Fall trat eine Halslymphknotemetastase auf, obwohl der Primärherd mikrolaryngoskopisch genesen war.
Auf Grund dieser Behandlungsergebnisse kOnnen die Verfasser folgende Schliisse ziehen:
1) Zur Durchfiihrung der Strahlentherapie des Kehlkopfkarzinoms ist die Frühdiagnose desselben unentbehrlich.
2) Die Mikrolaryngoskopie, Laryngographie oder sonstige endskopische Untersuchungen sind zur Frühdiagnose und Diagnosenstellung unbedingt notwendig.
3) Das erste 1 Jahr scheint uns zur Beobachtung des posttherapeutischen Verlaufes das wichtigste zu sein.