Abstract
Indem wir mittelst eines bestimmten Apparates den Hirndruck experimentell steigerten, wurde mit Hilfe der graphischen Methode der Einfluss dieser Steigerung auf den akustischen Ohrmuschelreflex (Esser und Preyer) untersucht und dabei die folgenden Resultate gewonnen:
1) Die experimentelle Hirndrueksteigerung übt einen bestimmten Einfluss auf den akustischen Ohrmuschelreflex aus.
2) Bei leichter Drucksteigerung (12-20mmHg) erfolgen keine besonderen Veränderungen des akustischen Ohrmuschelreflexes. Zeitweise reagiert der Ohrmuschelreflex dabei schwächer auf Schallquelle (Galton-Edelmann che Pfeife) c3 und f3 als normal.
3) Eine mittlere Drucksteigerung des Hirndruckes (36-37mmHg.) setzt die Reaktion auf Schallquelle c3, f3, c5, f3, c7, und f7 herab.
4) Bei starker Steigerung des Hirndruckes (50-65mmHg.) wird der akustische Ohrmuschelreflex aufgehoben. Mit dem Nachlassen des gesteigerten Hrindruckes kehren die normalen Verhältnisse zurück. Die Wiederkehr des Ohrmuschelreflexes auf c3 und f3 tritt später als auf Schallquelle c5, f5, c7, und f7 auf.
5) Daran erkennt man, dass die akustische Ohrmuschelreaktion auf Schallquelle c5, f5, und f7 gegen die Drucksteigerung einen stärkeren Wiederstand als auf Schallquelle c3 und f3 leistet.
6) Der Kornealreflex erlischt bei der Drucksteigerung schneller als der akustische Ohrmuschelreflex. Bei der Wiederkehr erscheint der Kornealreflex später als der akustische Reflex.
7) Bei der Steigerung des Hirndruckes erlischt der akustische Ohrmuschelreflex schneller als der vestibuläre Nystagmus.