Abstract
Die dauernde Reizung durch die Verschiedenen Riechstoffe wurde auf die Geruchsorgane der Frosche appliziert und die davon Verursachten pathologischen Veränderungen erforscht.
Als die I. Mitteilung berichtete Verfasser über die Untersuchungsergebnisse an der Nase des Frosches. welche durch Kreosot, künstlichen Moschus und Bergamottöl hervorgerufen wurden. Hier in der II. Mitteilung wurden die rein olfactiven Riechstoffe nach Zwaardemaker d. h. Geraniol, Borneol, Pyridin, Valeriansäure, Heriotropin, Scatol und Kapronsaure henutzt.
1) In allen Fallen, wo übermässige Riechreizungen dauernd appliziert wurden, zeigen sich hauptsächlich die degenerativen Veränderungen der Riechzellen an allen Stellen der Riechschleimhaut (bes. in Eminentia olfactoria, Plica obliqua, und dem Gebiete zwischen Eminentia olfactoria und der lateralen Seite des Cav. prinl.)
2) Mann kann diejenige Hypothese nicht bestätigen, die früher von einigen Autoren angestellt wurden, dass die einzellnen Riechzellarten immer nur an einer bestimmten Stelle der Riechschleimhaut beim Frosche localisiert sind. Es lässt sich jedoch also Vermuten, dass die Riechzellen auf einen Riechstoff im verschiedener Grade reagiert werden konnen, in anderen Worte je eine spezifische Energie-auf jeden Riechstoff gewährleisten werden.
3) Durch die übermassigen Riechreizungen werden die degenerativen Veränderungen des N. olfactorius hervorgebracht. Diese pathologisehen Veränderungen des N. olfactorius treten im peripheren Teil starker-auf als im zentralen, bei lang dauernden Reizungen aber kann man noch auch die zentripetalen Veränderungen zu den Riechzentren (Bulbus olfactorius uud Zobus olfactorius) im leichten Grade nachweisen.