Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
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Wirkung des Butallylmethylcarbinaminhydrochlorid auf die glattmuskeligen Organe einiger Tiere
Shinji Miyake
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1938 Volume 50 Issue 4 Pages 963-975

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Abstract
Neuerdings wurde eine aliphatische Verbindung von der dem Methylaminoocten sehr ähnlichen chemischen Struktur, als ein Linderungsmittel dargestellt. Über ihre pharmakologischen Eigenschaften sind zwar schon einige Untersuchungen angestellt worden, aber es bleibt noch viele Punkte ungeklärt.
Um eine dieser Lücken auszufüllen, unternahm der Verf., die Wirkungen dieses Präparates auf Darmkanal bzw. Uterus von Tieren klarzumachen. Seine Untersuchungen ergaben folgendes:
1. Butallylmethylcarbinaminhydrochlorid wirkt auf den überlebenden Ratten-, Meerschweinchen- und Kaninchenuterus in einer gewissen Menge erregend ein, in grossen Mengen aber lahmend.
2. Gegen diese Substanz ist der isolierte Ratten- und Kaninchendünndarm verhältnismässig unempfindlich, sodass man erst mit grosserer Menge eine leichtgradige Erregung herbeiführen kann. Aber eine ausserordeutlich grösse Menge lässt dieses Organ schliesslich in Muskellahmung geraten.
3. Dagegen wirkt sie auf den isolierte Meerschweinchendünndarm sehr stark, und zwar bei kleinen und mittleren Mengen erregend und bei grössen lähmend.
4. Beim Kaninchendünndarm in situ übt sie im allgemeinen, mit Ausnahme von sehr seltener, leichtgradiger hemmender Wirkung, in jeder Menge eine erregende Einwirkung aus.
5. Es scheint dem Verf. dass der Angriffspunkt dieser Wirkung des Butallylmethylcarbinaminhydrochlorid in der Hauptsache im Muskel selbst zu sucheu ist und dass das vegetative Nervensystem dabei keine Rolle spielt.
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