Abstract
Die Geflügelzucht in Japan hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen. Einen Rückschlag erlitt diese Zucht durch eine häufig auftretende und durch Eimeria avium verursachte Krankheit, die Kukenkokzidiose, zu deren Bekampfung man weder uber prophylaktische noch therapeutische Mittel in Japan verfügte. Mein, auf vielen Versuchen aufgebautes Jod= Mittel “Jodinol” brachte ich zuerst im Jahre 1933 zur praktischen Anwendung. Bis heute habe ich die prophylaktischen und therapeutischen Versuche mit diesem Mittel fortgesetzt und seine Wirkungen festgestellt (siehe Tabelle 1-5).
Zur gleichen Zeit bin ich bei diesen Versuchen zu folgenden Dosierungsmengen gelangt: Bei prophylaktischer Behandlung von zwei Monate alten erkrankten Küken alle vier Tage am frühen Morgen das Trinkwasser mit einer 0.125%iger Jodinol Lösung von 2c.c. vermengen und diese mit zunehmendem Alter des Kükens steigern, d. h., für einen und zwei Monate alte Küken 2c.c., für drei Monate alte Küken 3c.c., usw. Bei therapeutischer Versuche über Prophylaxe und Therapie der Kükenkokzidiose. 69Behandlung erkrankter Küken jedoch dem Trinkwasser dieselbe Lösung und Menge täglich einmal zusetzen und ausserdem mit der Pipette einflossen.
Sofort ist ein Nachlassen der Krankheitserscheinungen bemerkbar und die prophylaktische wie auch die therapeutische Behandlung zeigt ihre gunstige Wirkung. Keine Nebenwirkungen sind beobachtet worden, jedoch Atrophie oder Aufquellung und Vakuolenbildung and Zerbrechen der Kot=Oozysten und nach zirka 10 Tagen ihr vollstandiges Verschwinden (siehe Abbildung 1 bis.10).