抄録
1. Die Leberdiathermie in einer Dosis von 400-500 mA bewirkt beim Gallenblasenfistelhunde nur eine geringe und vorübergehende Vermehrung der Gallenmenge.
2. Wenn die Dosis der Diathermie bis zu 1000-1500 mA vermehrt wird, so tritt ihre choleretische Wirkung deutlicher und mit Nachwirkung zu Tage. Hierbei vermehren sich das Bilirubin sowie die Gallensäure in der in einer Zeiteinheit sezernierten absoluten Menge, was lange Zeit nach dem Aussetzen der Diathermie fortdauert.
3. Es ist deshalb wohl der Schluss zu ziehen, dass die Leberdiathermie auf die Sekretion der Galle sowie deren Hauptbestandteile vermehrend einwirkt. Sie wirkt choleretisch im strengsten Sinne ein.
4. Atropin oder Adrenalin hebt die choleretische Wirkung der Diathermie auf.
5. Bei der pathologischen Leber wirkt die Diathermie, so lange die Leber stärker geschädigt ist, nicht choleretisch ein. Wenn die Gallensekretion fast bis zur Norm zurückkehrt, tritt erst die choleretische Wirktung der Leberdiathermie auf.
Zum Schlusse habe ich die angenehme Pflicht zu erfüllen, Herrn Prof. S. Nakagawa für seine Anregung und Anleitung zu dieser Arbeit meinen herzlichsten Dank auszusprechen.