Abstract
In seinen früheren Untersuchungen (vide diese Folia Bd. 22, Opera originalia S. 101) über die Jodausseheidung durch die Nieren, wobei eine bestimmte Menge Ringerlösung zwecks Steigerung der Diurese intravenös infundiert wurde, ist der Verfasser darauf aufmerksam geworden, dass die Tiere, wenn beide Vagi am Hals durchgeschnitten waren, manchmal die Ringerlösung nicht vertragen konnten. In der vorliegenden Mitteilung hat er diese Erscheinung weiter untersucht und ist dabei zu folgenden Resultaten gekommen. Infundierte man Ringerlösung mit einer Geschwindigkeit von 1, 6-2, 8 ccm pro Kilo K. G. pro Minute in die Blutbahn urethanisierter Kaninchen ununterbrochen 3 Stunden lang, so nahm die Harnmenge zu, und bald ging die Ausscheidungsgeschwindigkeit des Harns mit der Infusionsgeschwindigkeit parallel, und die Tiere vertrugen eine solche Infusion, ohne dass die Atmung sowie der allgemeine Zustand deutlich gestört wurden. Wenn man aber eine solche Infusion bei den beiderseitig vagotomierten Tieren vornahm, so kam es hier zu einer auf ungenügender Diurese beruhenden, immer beträchtlicher werdenden Hydrämie und damit zu ansehnlichen Ödemen und bedeutendem Hydrops, so dass die Tiere etwa 1/2 bis 1½ Stunden nach der Infusion unter Asphyxie zugrundegingen, wobei sie infolge bes Lungenödems starke Dyspnöe und intensive Cyanose zeigten und am Maule und den Nasenhöhlen schäumten. Bei den atropinisierten Tieren (Atropinsulfat 20 mg pro Kilo K. G. subkutan) war dies auch der Fall. Nur war bei diesen Kaninchen die Toleranz für Ringerinfusion etwas grösser als bei den vagotomierten. [Vgl. Original (Japanisch) S. 356.]