Abstract
Unsere neue Modifikationsmethode der Cajal'schen NervenfibrillenImprägnation, die bereits frÜher von Dr. M. Kubo in Kyoto verbessert worden ist, bedient sich folgender Technik: 1.) Frische Gewebsstücke werden excidiert und in physiologischer Kochsalzlosung grundlich von Blut gereinigt. 2.) Werden sie2 Tage lang in einem Gemisch von Paraffin, Aether und Trnninsäure (PH7.7) belassen, bis sie gänzlich durchsichtig geworden sind. 3.) 5Tage langes Fixieren in normalem Alkohol. 4.) 3Tage langes weiteres Fixieren in 97.5% igem Alkohol. 5.) 3Tage langes Auswaschen des Alkohols in Aqu, dest., das3 mal täglich erneuert wird. 6.) Darauf Eintauchen in 4% ige, 6% ige und8% ige Gelatinelösung. 7.) Einbetten in 10% ige Gelatinelösung, die man im Sommer im Eisschrank, im Winter bei Zimmertemperatur gerinnen läBt. Von den die Gewebsstucke umgebenden Gelatinemassen wird soviel fortgeschnitten, daB um die Präparate herum nur Gelatinemembranen von 3-5mm Dicke zurückbleiben. 8.) Diese Präparate kommen in eine2% ige Silbernitratlösung und bleiben dann 10 Tage lang im Dunkeln stehen. 9.) Darauf3 Tage lange Reduktion in einem Gemisch von 94.0ccm Aqu. dest., 6.0 ccm Formalin und 2.0g Pyrogallol. 10.) 5 Tage langes Auswaschen in flieBendem Wasser. 11.) Einbetten in Paraffin. 12.) Herstellung von Serienschnitten.
Unter Anwendung dieses Verfahrens untersuchten wir die Veränderungen der Nerven bei 5 Fällen von Lepra tuberosa und bei 9 Fällen von Lepra maculosa und kamen zu folgendem Schlüssen:
1.) In den Lepraknoten zeigten sick ziemlich starke Veranderungen der Nervenfibrillen. Diese bestanden in Quellung, zirkumskripten Anschwellungen, Fragmentation, Degeneration und Verminderung his Aufhebung der Aufnahmefähigkeit für die Silberimprägnation.
2.) Dabei lieBen sick in den Knoten, besonders in deren Mitte, zahlreiche Leprabazillen nachweisen, die mit Silber imprägniert waren.
3.) In den leprösen Maculae waren die Veränderungen der Nervenfasern fast die gleichen wie in den Knoten, jedoch von geringerer Stärke. Zirkumskripte Anschwellungen waren nicht vorhanden und auch Leprabazillen konnten her nicht nachgewiesen werden.
(Autoreferat)