Practica Oto-Rhino-Laryngologica
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Ueber die Wirkung des Physostigmins auf den vestibulären Augenbewegung
SHOWYA YOSHIDA
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1927 Volume 21 Issue 1 Pages 97-104_1

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Abstract
Um die Beziehung zwischen Vestibularfunktion und vegetatives System zu erklären wird versucht einen indirecten Einfluss der Giftwirkung beim vegetativen System auf die Vestibularfunktion festzustellen Ich hatte experimentelle Untersuchungen dieser Frage mit Physostigmin angestellt. Die hauptsachlichen Resultate der Untersuchungen lessen sick folgendermassen zusammenfassen:
1. Die Kleine Dose Physostigmin (0.03-0.09mg. Pro Kilo.) mehrt die Geschwindigkeit des, nach einseitiger Exstirpation des Labyrinthes hervorgerufenen Nystagmus und vergrössert die Amplitude des schneller kontrahierenden Muskels, und in grösserer Dose (0.25-067mg. pro Kilo.) vermehrt es bedeutend die Geschwindigkeit des Nystagmus, und die schuell kontrahierende Augenmuskel vergrössert zunächst ihre Amplitude and verkleinert dann die Amplitude desselben sowie die des antagonistischen Muskels, welcher langsamer kontrahiert.
2. Physostigmin übt auf den sogenannten zentralen compensatorischen Augennystagmus (Bechterew) gleichen Einfluss aus, wie die einseitige Labyrinthzerstörung beim Nystagmus hervorruft.
3. Wenn Physostigmin (0.07-052mg. Pro Kilo.) intravenös injiziert wird, so vermehren sick die Augenmuskeltonus, und ein Nystagmus tritt auf, welcher zwei Komponenten (eine schneller u, eine langsamer Phase) aufweist.
4. Durch Physostigmin hervorgerufene Augennystagmus entstehen auch beim Nichtvorhandensein des vestibulären Labyrinthes
5. Beim Augenmuskel, dessen innervierter Nerv durchgeschnitten ist, übt die beinahe tödliche Dose des Physostigmins keinen Einfluss auf den Muskeltonus und Nystagmus erfolgt nicht mehr.
6. Der Angriffspunkt dieser Wirkung des Physostigmins auf die Reflexbogen der vestibulären Augenbewegung liegt in dem Gebiet des Vestibularkerns oder in dem Augenmuskerngebiet. Diese Mittel wirken auf oben geschilderte Partie und rufen idiopathische Augennystagmus hervor, die sich in zwei Komponente, schneller u. langsamer Phase, zerlegen lassen. Sie üben auf den bereits vorhandenen Augennystagmus einen bestimmten Einfluss aus.
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