Practica Oto-Rhino-Laryngologica
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Beiträge zur Kenntnis des calorischen Nystagmus
N. KUME
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1928 Volume 21 Issue 4 Pages 1003-1012_1

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Abstract
An deuselben Tieren verglich der Verfasser qualitativ und auch quantitativ den calorischen Nystagmus durcn indirekte Reizung (durch Spulung des ausseren Gehörgangs) und durch direkte Reizung (durch direkte Spülung der Ampullenwand des horizontalen Bogeugangs).
Als iudirekten Reiz verwendete dabei 5cc. Wasser von 10°C. oder 50°C. und als direkten I oder 2cc. Wasser von derselben Teniperatur.
Die Resultate sind folgende:
1) Die Latenzzeit des calorischen Nystagmus durch indirekte Reizung danert einige Sekunden bis ungefahr eine Minute, während die durch direkte Reizung bedeutend kürzer und in den meisten allen nur 1 bis 2 Sekunden betragt.
2) Das Stadium der Deviatio bulbi ist bei direkter Reizung beträchtlich kürzer als bei indirekter.
3) Die Amplitude und die Schlagzahl des Nystagmus sind im Stadium der rhythmischen Zuckungen im allgeweinen kleiner und unregelmässiger bei indirekter Reizung als bei direkter.
4) Reirt man beim calorischeu Nystagmus indirekt mittelst Kälte, so zeigen sich auffallend grossere Schlagzahlen, grössere Amplitude und längere Zeitdauer ale bei der Warmereizung, wäahrend bei direkter Reizung von einem solchen Unterschiede so gut wie nichts zu sehen ist.
5) Die Körperbewegung des Versuchtieres ist bei indirekter Reizung grösser als bei direkter.
6) Die individuelle Schwankung des calorischen Nystagmus ist bei indirekter Reizung bedeutend, dagegen bei direkter sehr klein.
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