Practica Oto-Rhino-Laryngologica
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Untersuchungen über die pathologischen Veränderungen im Gehörorgan und im Zentralgebiet des Nervus Acusticus durch kontinuierliche Schalleinwirkung
G. OKASAKI
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1928 Volume 21 Issue 4 Pages 867-879_1

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Abstract
Der Verfasser hat bei Meerschweinchen die pathologischen Veranderungen am Gehörorgan und Zentralgebiet des N. Acusticus, auf die er die-Pfeifentöne kontinuierlich I Woche his 2 Monate einwirken liess, histologisch untersucht und folgende Resultate erzielt:
1. Beim kontinuierlichen Einwirkenlassen der Pfeifentöne auf Meerschweinchen fällt ein bestimmter Teil des Schneckenlabyrinthes erheblichen pathologischen Veränderungen anheim, ausserdem auch das Zentralgebiet des N. Acusticus der sekundären Degeneration.
2. Lässt man die Töne, deren Höhe der Skala 10 der Königschen Galtonpfeife entspricht, einwirken, so entstehen im mittleren Abschnitt der Basalwindung der Schnecke relativ zirkumskripte auffallende pathologische Veranderungen, such in anderen Windungen mehr oder minder solche, die aber sehr schwachen Grades sind.
3. Die durch die Pfeifentöne hervorgerufenen pathologischen Veränderungen an der Schnecke stellen sich am starksten an den Haar-und Stützzellen des Cortischen Organs, insbesondere an den ersteren, und zwar frühzeitig ein, dann an den Spiralganglienzellen und peripherischen Fasern des N, Cochlearis degenerative Atrophie, die sich nach einer bestimmten Zeit auf den Stamm des letzteren ausbreitet.
4. Es zeigen sich am Zentralgebirt des N. Acusticus auch nach Ablauf von 1-2 Wochen keine pathologischen Veränderungen, aber nach 3 Wochen his 2 Monaten an den Nervenzellen im Tuberculum Acusticum und dorsalen Auteil des Nuculeus Cochlearis Ventralis Veranderungen der Nisslkörperchen.
5. Die Veranderungen an den Nervenzellen im Tuberculum Acusticum und im Nuculeus Cochlearis Ventralis bestehen in der Anschwellung oder Schrumpfung des Zelleibs, dem Zerfall der Nisslkörperchen etc. und nur selten in der Kernverlagerung, Vakuolenbildung etc..
6. Das Vestibularlabyrinth und der Kern des N. Vestibularis lassen keine bedeutenden Veränderungen erkennen.
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