教育哲学研究
Online ISSN : 1884-1783
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ヘルマン・ノールの教育学における「陶冶意志」の視点
伊藤 一也
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1986 年 1986 巻 54 号 p. 43-56

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抄録
In diesem Aufsatz wird versucht, den 'Bildungswillen' als einen zentralen Gesichtspunkt in Herman Nohls Pädagogik festzustellen und durch die Analyse dieses Begriffs eine Seite im Wesen seiner Pädagogik sichtbar zu machen.
1. Zunächst muß im Zusammenhang damit die 'Deutsche Bewegung' als geistesgeschichtlicher Begriff untersucht werden. Darin fand Nohl seine weltanschauliche Grundlegung oder seinen philosophischen Ausgangspunkt. Ich sehe das Wesen der 'Deutschen bewegung' in der sich-schaffenden Bewegung des Geistes, die nach dem hoheren Leben strebt.
2. Nohls 'Menschenkunde' und seine Theorie der menschlichen Entwicklung ruhen auf dem weltanschaulichen Grund, der mit dem Begriff der Deutschen Bewegung' bezeichnet ist. Der Begriff des 'Bildungswillens' bedeutet in seiner Entwicklungstheorie die Entwicklungs-und Wachstumsenergie des Menschen als Individuums. Er kann also sozusagen als eine ontogenetische Umschreibung des phylogenetischen Wesens der Deutschen Bewegung' interpretiert werden.
3. Im Zentrum der Pädagogik Herman Nohls steht die Theorie des erzieherischen Verhaltens. Dieses Verhalten entsteht, nach Nohl, in der Beziehung zum Bildungswillen des Zoglings, d.i. als dasjenige im Erzieher, das diesen bejaht und pflegt. Hier tritt also auch die zentrale Stellung des Gesichtspunkts des Bildungswillens in Nohls Pädagogik hervor.
4. Zum Schluß untersuche ich die Bedeutung des Begriffs des Bildungswillens und der Pädagogik Herman Nohls für unsere Erziehungswirklichkeit im Zusammenhang mit der Frage, ob wir wieder die frohe Sympathie mit der Selbst-Schopfung und Selbst-Bildung des werdenden Menschen zurückgewinnen konnen, die im Begriff des Bildungswillens symbolisiert ist.
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