Abstract
1. Die Typhusbazillen und die Paratyphus A-Bazillen gehen schwer durch die Blutgefässwand in die Lymphe. Sie werden bei Hunden von der Bauch-und Pleurahöhle ausschliesslich durch den Ductus thoracicus in das Blut gebracht. Die Paratyphus B-Bazillen dagegen gehen durch die Gefässwand leicht in die Lymphe über und dringen von der Bauchhöhle wahrscheinlich auch zum Teil direkt in die Blutbahn ein.
2. Die Darmschleimhaut bietet den Typhus- und Paratyphusbazillen einen sehr guten Schutzwall dar. Vom Darmlumen gar nicht, dagegen durch Einspritzung in die Darmwand kommen sie sehr rasch und zahlreich in die Lymph-resp. Blutbahn.
3. Die in die Blutbahn eingespritzten Bazillen nehmen bei Hunden an Zahl auffallend schnell ab. Bei Katzen ist diese Verminderung nicht bemerkenswert.
4. Die die Bauchhöhle eingespritzten Bazillen erscheinen schon nach zehn Minuten in dem Ductus thoracicus, werden am zahlreichsten nach etwa dreissig Minuten, dann nehmen sie bei Hunden steil, bei Katzen nicht merklich ab. Die Gefässwand der Katzen ist für Bakterien leicht durchlässig.
5. Intravenös eingespritzte Bazillen und auch Kokken üben stark lymphtreibende Wirkung aus.