Abstract
Die Lipoide in den Milchdrüsen der Maus wurden mit einen alkohollöslichen Farbstoff, Viktoriablau, und das echte Fett mit Sudan III gefärbt, und zwar in der Schwangerschaft, Laktation und Entwöhnung des Tieres. Die Drüsenzellen senden Fortsätze in das Drüsenlumen, welche sich dann von den Zellen abtrennen. Die Plasmasubstanz der Fortsätze ist zuvor mit Viktoriablau kaum zu färben. Wenn sie aber in das Lumen abgetrennt wird, so wird sie verflüssigt und bläulich färbbar. Die lipoiden Substanzen sind also im Zelleib mit der Eiweißsubstanz verbunden und werden erst im Drüsenlumen demaskiert. Die freien lipoiden Substanzen vermehren sich mit dem Fortschreiten der Schwangerschaftstage, vermindern sich aber nach der Geburt, um schließlich bei dem Entwöhnung wieder zuzunehmen. Die Zahl der Milchkügelchen mit und ohne freie Lipoide in dem Drüsenlumen, welche in der Schwangersehaft zunimmt, bleibt am größten während der Laktation und vermindert sich nach der Entwöhnng. Wenn man von der stillenden Mutter die Jungen entfernt, so vermehren sich die freien Lipoide in dem Drüsenlumen der Mutter.