The Tohoku Journal of Experimental Medicine
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Studien über den Einfluss des N. vagus auf den intermediären Kohlehydratstoffwechsel
II. Mitteilung: Beeinflussung der Wirkung der vegetativen Gifte auf den intermediären Kohlehydratstoffwechsel in der Leber durch Vagusdurchschneidung
Minoru Miura
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1940 Volume 39 Issue 3 Pages 289-318

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Abstract
Im vorliegenden Versuch wurde bei Kaninchen, das der Leber zufliessende arterielle Blut and Pfortaderblut sowie das davon abflies-sende Lebervenenblut entnommen and die Beeinflussung des damn enthaltenen Zucker-and Milchsäuregehaltes durch vegetative Gifte, wie Pilokarpin, Atropin, Adrenalin and endlich Ergotainin beobachtet and im Anschluss daran über Einflüsse beiderseitiger Vagusdurch-schneidung, die dicht unterhalb der Lebergegend erfolgte, auf obige Pilokarlin-, Atropin-, Adrenalin-and Ergotaminwirkung untersucht.
1. Durch intravenöse Injektion von grosser Pilokarpindosen (3mg pro kg Körpergewicht)erfahren der Zucker-and Milchsäurespigel im arteriellen, Pfortader-and Lebervenenblut gleicherweise Steige-rungen, diese Steigerung ist im Lebervenenblut höchstgradig. Grosse Pilokarpindosen sind also befähigt, die Zuckerbildung in der Leber zu fördern and zugleich aber auch die Milchsäurebildwig in diesem Organ zu veranlassen.
2. Diese Pilokarpinwirkung verstärkt sick durch Vagusdurch-schneidung.
3. Durch intravenöse Injektion von grossen Atropindosen (0, 5mg pro kg KOrpergewicht) erhöht sich der Zuckerspiegel in 3 Blut-arten ausnahmslos, these Erhöhung tritt besonders inn Lebervenenblut aufs intensivste zutage. Tin Gegensatz hierzu sinkt der Blutmilch-säurespiegel im arteriellen and Pfortaderblut mässig ab, wohingegen er fin Lebervenenblut allein ziemlich erhöht ist. Grosse Atropindosen sind demgemäs imstande, die Glykogenmobilisierung in der Leber zu fördern und dadurch den Zucker-und Milchsäurespiegel in dem venosen, aus der Leber ausströmenden Blut zu steigern.
4. Bei vagotomierten Kaninchen tritt die Wirkung des Atro-pins, das Leberglykogen zu mobiliseren, mehr in den Vordergrund.
5. Durch intravenöse Injektion von grossen Adrenalindosen (0, 5mg pro kg Körpergewicht) erfahren der Zucker-und Milchsäurespiegel in 3 Blutarten ohne Ausnahme Steigerungen, deren Grad im Leber-venenblut am intensivsten ist. Hieraus geht also zur Genuge hervor, dass das Adrenalin die Mobilisation des . Leberglykogens fordert und somit auch Hyperglykämie und Hype rlaktazidämie im Lebervenen-blut herbeizuführen vermag.
6. Die eben erwähnte Adrenalinwirkung wird durch beidersei-tige Vagusdurchschneidung gefördert.
7. Selbst nach intravenöser Injektion von grossen Ergotamin-dosen (1mg pro kg Körpergewicht) vermehren sich der Zucker-und Milchsäuregehalt in 3 Blutarten, vor allem aber tritt these Verineh rung auch fin Lebervenenblut im höchsten Grad auf. Grosse Ergo-tamindosen üen also auf den Zucker-und Milchsäureumsatz in der Leber analoge Wirkung wie das Adrenalin aus.
8. Obige Ergotaminwirkung wird durch Vagusdurchschneidung gefördert.
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