2025 年 42 巻 p. 66-78
Diese Abhandlung befasst sich mit der Trinitätstheologie bei Edith Stein. Die Verschmelzung von Scholastik und karmelitischem mystischem Denken innerhalb ihres Gedankenfelds ist für das Konzept der Person, in bezug auf den dreieinigen Gott und Menschen von großer Bedeutung. Insbesondere bietet diese Trinitätstheologie eine originelle Sicht auf den Problemskomplex der Ideen bei Augustinus, Thomas von Aquin, Duns Scotus und Johannes vom Kreuz sowie bei Teresa von Avila. Die Schwerpunkte dieser Arbeit liegen auf der Herausarbeitung von Einheit und der Verschiedenheit der philosophischen, theologischen und mystischen Gedankenelemente, die in den Schriften von Stein enthalten sind. Der erste Punkt bringt die Auslegung von “De Trinitate” des Augustinus ans Licht. Der zweite Punkt betrifft Trinitätslehre des Thomas von Aquin in seinem “Summa Theologiae”. Der dritte Punkt erklärt das personale Ich, und zwar die erste Person des menschlichen Geistes als dreieinige Natur von „Leib-Seele-Geist“, wie sie in der karmelitischen Mystik diskutiert wird. Diese Trinitätstheologie lässt eine Wechselbeziehung zwischen der immanenten und der transsubstantiellen Trinität zu.