抄録
Im Anschluss an den vorangehenden Mitteilung über die Histaminwirkung auf den isolierten Magen und Dann hat der Verfasser weiterhin über die Wirkungen des Mittels auf die anderen glattmuskeligen Organe, d. h. Uterus, Harnblase, Harnleiter, Eileiter, Samenleiter, Gallenblase und Gallengang eingehende Untersuchung angestellt, mit besonderer Berücksichtigung ihrer Empfindlichkeit und ihres Reaktionsverhaltens gegen Histamin. Resultate : 1) Was die Empfindlichkeit des Glattmuskels der verschiedenen Abschnitte des Organs gegen Histamin anbetrifft, so liessen sie sich in folgender Reihe anordnen : Uterus; oberster Teil des Cornu>unterster Teil des Cornu>Cervixteil, Harnblase : Fundusteil>Tèil des Orificium urethrae internus>Trigonumteil, Harnleiter : Blasenende>Nierenende, Samenleiter : Blasenende>Testinalende, Eileiter : Ovalialende>Uterusende. 2) Histamin übt keine nennenswerte Wirkung auf den Gallengang und die Gallenblase aus. 3) Uterus und Eileiter des trächtigen Kaninchens reagieren empfindlicher gegen Histamin als diejenigen des nicht trächtigen. 4) Histamin bewirkt auf Uterus und Harnblase bei schwacher Konzentration eine Tonuserhöhung mit einer Verstarkung der automatischen Bewegung, während das Mittel bei stärkerer Konzentration infolge der spastischen Zusammenziehung des Muskels eine Hemmung der Bewegung, ja sogar endlich einen völligen Stillstand derselben hervorruft. 5) Die automatische Bewegung des Eileiters wird durch eine sehr schwache Histaminlösung verstärkt, durch höhere Konzentration jedoch gehemmt. 6) In jeder wirksamen Konzentration erzeugt Histamin eine Verstärkung der Bewegung des Samenleiters unter vorausgehender Hemmung.