Okayama Igakkai Zasshi (Journal of Okayama Medical Association)
Online ISSN : 1882-4528
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Volume 40 , Issue 5
Showing 1-15 articles out of 15 articles from the selected issue
  • S. Fujimori
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 881-889
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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  • Shigeru Ikoma
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 890-899
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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  • Masami Nisisita
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 900-919
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Obwohl krystallinisches Lobelinhydrochlorat, wenn es intravenös besonders in kleineren Dosen ziemlich schnell, etwa in 4-5 Sekunden, eingeführt wird, die sog. reflektorische Atemhemmung hervorruft, ist diese Wirkung doch bedeutend schwächer, als bei dem Lösungspräparat, “Lobelin-Ingelheim” und bei bräunlich gefärbtem Lobelinsulfat (Merck), bei welch letzterem am normalen Tier (Kaninchen) die hemmende Wirkung vorwiegend auftritt und mit der Dosis an Stärke zunimmt. Die atmungserregende Wirkung dagegen fast konstant auf, wenn eine frische Lösung des reinen Präparates sehr langsam intravenös oder subkutan einverleibt wird.
    Beim morphinisierten Tier wirken alle Präparate immer atmungserregend, aber die Wirkungsintensität ist beim krystallinischen Lobelin am stärksten. Der Effekt wird auch nicht merklich reduziert, wenn geeignete Dosen (intravenös 2 mg, subkutan 4 mg pro kg) in Intervallen von etwa 30-60 Minuten wiederholt eingeführt werden. Interessanter Weise steigt der Schwellenwert des Lobelins nicht, obgleich die Dosis des Morphins bis zu einem gewissen Grad erhöht wird, eine Erscheinung, die von dem von Wieland und Mayer bei der Vergiftung mit Urethan erhaltenen Befund völlig abweicht.
    An der Maus und dem Kaninchen, welche die letalen Dosen Morphin erhalten, wirkt das Lobelin nicht mehr rettend, sondern die Tiere gehen sogar dann manchmal leichter unter Krämpfen zugrunde. Diese und die oben erwähnte Tatsache stützt die frühere Annahme des Verfassers, dass die Todesursache durch Morphin bei diesen Tieren nicht in der primären Atemlähmung, sondern vielmehr in der tetanisierenden Wirkung besteht.
    Dagegen wirkt das Lobelin ausgezeichnet lebensrettend, wenn beim Kaninchen nach Morphin durch Urethan eine reine Atemlähmung herbeigeführt wird.
    Die atmungserregende Wirkung des Lobelanins tritt zwar schneller und ausgesprochener ein, ist aber von kürzerer Dauer als beim Lobelin. Seine Wirkungsstärke ist, von der wirksamen Minimaldosis beobachtet, 1/4 und die der Gesamtalkaloide 1/8 so schwach wie die des Lobelins.
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  • VI. Miteilung. Versuch mit Fremdkörpern
    Yetaro Matsunami
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 920-926
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Analog wie vorige Mitteilungen untersuchte der Verfaser diesmal über die Reaktionsweise der Leukozyten gegen Fremdkörper, und bekam etwa folgende Schlüsse.
    I. Die Reaktion der Leukozyten gegen möglichst chemisch reizlose Fremdkörper ist im Allgemeinen schwach. Die neutrophilen reagieren dabei stärker als die Lymphozyten, und die eosinophilen vermisst man keineswegs immer.
    II. Das Zahlenverhältnis der Fremdkörper beherrscht nicht nur den Reaktionsgrad, sondern auch zuweilen das Verhalten des Leukozytenauftritts.
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  • T. Ookuma
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 927-953
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Aus den Untersuchungen von 5 mitteljährigen Japaner-Gehirnen ergibt sich folgendes.
    1. Am menschlichen Stirnlappen lassen sich 16 myeloarchitektonische Felder unter-scheiden. (Abb. 3. a und b, Abb. 4, 5, 6, 7.).
    I. Die Regio frontalis.
    A) Die Subregio frontalis posterior.
    1. Die Area frontalis superior posterior. (Fsp).
    2. Die Area frontalis superior media. (Fsm).
    3. Die Area frontalis media posterior. (Fmp).
    4. Die Area frontalis intermedia. (Fim).
    5. Die Area frontalis inferior. (Fi).
    6. Die Area frontoorbitalis. (Fio).
    B) Die Subregio frontalis media.
    7. Die Area frontalis superior anterior. (Fsa).
    8. Die Area frontalis media anterior. (Fma).
    9. Die Area frontopolaris. (Fp).
    C) Die Subregio frontalis anterior.
    10. Die Area praefrontalis prima (Fpr 1).
    11. Die Area praefrontalis secunda (Fpr 2).
    12. Die Area praefrontalis tertia. (Fpr 3).
    13. Die Area praefrontalis quarta. (Fpr 4).
    D) Die Subregio frontolimbica.
    14. Die Area frontolimbica polaris, anterior, media und posterior. (FL).
    II. Die Regio limbica.
    15. Die Area limbica anterior. (La 1, La 2, La 3).
    16. Die Area parolfactoria. (P1, P2a, P2b, P2c.).
    Als Hauptunterschiedsmerkmale sind dabei die Horizontalfasern, insbesondere die beiden Baillargerschen Streifen ausgewählt, die die regionäre Variation sowie den Differenzierungsgrad irgend eines Rindenbezirks am deutlichsten zeigen müssen.
    2. Im Stirnhirn ist der kaudale, obere Teil (Subregio frontalis posterior) der höchstdifferenzierte. Dort sind alle Markscheidenelemente, nämlich Horizontal-, Radiär- und Schrägfasern an Zahl sehr reichhaltig, die dann nach Allocortex Vogts hin immer Schwächer werden.
    3. Die Entwicklungsstufe eines Feldes Kennzeichnet sich dürch den Bau der Furchenwand. Während die Areae an tiefen Furchen wie Fp oder Fi überall ganz gleichartig aufgebaut sind, also da betreffs der Struktur zwischen Kuppe und Tal sich kein Unterschied aufweist, ist die eigentliche Rindenformation eines schwachentwickelten Feldes wie Subregio frontalis anterior an Ausdehnung so sehr kurz, dass sie sich ausschliesslich auf der Windungskuppe erstreckt.
    4. Dass die Rindenfeldergrenzen sich nicht immer mit den natürlichen Furchen decken können, ist richtig. Es ist doch auch nicht richtig, wenn man mit Vogt sagen Will, dass überhaupt keine Beziehung zwischen den beiden bestehe; denn meine Untersuchung kann zeigen, dass die ontogenetisch alte, relativ konstant vorkommende Furche manchmal irgend einen Einfluss über den Markscheidenbau ausüben kann.
    5. Die ganze Oberfläche meiner Regio frontalis und Regio limbica (anterior) beträgt ungefähr 284 cm2, wovon 134 cm2 auf die freie Oberfläche, der Rest (150 cm2) ins Furchental fällt. So kann man leicht einsehen, dass die nur auf der freien Oberfläche bezeichnete Hirnkarte nicht hinreicht, um die wahre Grösse einzelner Area daraus beurteilen zuzulassen; neben der üblichen Hirnkarte muss also noch eine andere gesucht werden, wie ich in der Abb. 9 dargestellt habe.
    6. Individuell ändern sich myeloarchitektonische Felder nur geringfügig. Es lässt sich doch noch besonders deutlich auf dem bistriären Gebiete des Stirnlappens erkennen, eine Erscheinung, die man auf die starke individuelle Variation der Windungsbildung zurückführen muss.
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  • Yutaka Fujita, Yoschio Uemura
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 954-970
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Seit langem ist bekant, dass verschiedene, in die Blutbahn eingebrachte, gelöste Substanzen, wie Salze, Zuckerarten, Medikamente u. a., oft sehr rasch aus dem Gefäss-system in die Gewebe abströmen. Früher glaubte man, dass in den Austauschvorgängen zwischen Blut und Gewebe die Durchlässigkeit der Gefässe eine massgebende Rolle spiele. Doch in den letzten Jahren haben mehrere Autoren mit allem Nachdruck darauf hingewiesen, dass hier weniger die Beschaffenheit der Gefässe als die der Gewebe massgebend sei. Im allerletzten Jahre meinte Saxl und Donath sogar, dass für die Austauschvorgänge zwischen Blut und Gewebe die Funktion des reticuloendothelialen Apparates von Bedeutung sei. Es ist zwar schon nachgewiesen worden, dass verschiedene ins Blut injizierte korpuskulaäre Elemente, z. B. Tusche, Kolloidsilber, Eisensaccharate, manche Farbstoffe etc., von den Zellen des R-E-Systems aus dem Blute abgefangen und gespeichert werden können.
    Auf Grund dieser Tatsache glaubten ja doch die obengenanten Autoren annehmen zu dürfen, dass nicht nur korpuskuläre Elemente, sondern auch Wasser und viele echte Lösungen vom R-E-System abgefangen und gespeichert werden könnten. Ein sicherer Beweiss für diese Auffassung scheint uns aber noch nicht erbracht zu sein
    Betreffs dieser Frage stellten wir also experimentelle Untersuchungen am Kaninchen unter Verwendung von Fluorescein an. Das Fluoresceinnatrium (Uranin) selbst soll das R-E-System intravital nicht färben, ferner nicht nur vom R-E-System, sondern auch von verschiedenen Geweben leicht und rasch aufgenommen werden.
    Wir injizierten 1ccm 1%iger Uraninlösung subcutan am Rücken des Kaninchens und entnahmen das Blut zur Probe aus der Ohrvene je eine, drei und fünf Minuten nach der Injektion, um zu prüfen, wann das Uranin im Blute der Ohrvene erscheint; gleichzeitig beobachteten wir auch den Beginn der Farbstoffausscheidung im Harn.
    Zum anderen Mal wurde 0.5ccm 1%iger Uraninlösung in die Ohrvene injiziert und jede halbe Stunde danach Blut aus der Ohrvene der anderen Seite entnommen, um die Zeitdauer bis zum Verschwinden des Uranins aus dem Kreislauf kennen zu lernen. Wir beobachteten auch Beginn und Dauer der Farbstoffausscheidung im Harn.
    Unsere Resultate sind etwa folgendermassen zusammenzufassen:
    1) Am Kaninchen, welches längere Zeit mit einen geringen Menge Kolloidsilberlösung (5 Tage lang, je 5 ccm) vorbehandelt wurde, fanden wir keine Abweichungen bei der subcutanen Anwendung von Uranin, im Vergleich zu dem gleichen Versuch bei normalen Tieren.
    2) Bei splenektomierten Kanichen kam das subcutan injizierte Uranin rascher als bei normalen zum Vorschein, sowohl im Blute als auch im Harn.
    3) Durch die gleichfalls 5 Tage lang fortgesetzten Kolloidsilberinjektionen wurde die Zeitdauer bis zum Verschwinden des intravenös applizierten Uranins aus dem Blute in keiner merklichen Weise beeinflusst, wenn auch in der Mehrzahl der Fälle ein anscheined rascheres Verschwinden des Farbstoffes konstatiert wurde.
    4) Falls man aber vorher, etwa 10 Minuten vor der intravenösen Injektion von Uranin, Kolloidsilber (5 ccm pro 1 kg Körpergewicht) injizierte, so blieb der Farbstoff im Blute länger als sonst, und auch im Harn trat der Farbstoff später auf.
    5) Bei Splenektomierten verzögerte sich das Verschwinden des intravenös injizierten Uranins aus dem Blute im Vergleich zu den normalen Tieren und im Harn erschien die Farbstoffausscheidung später und dauerte länger als sonst.
    Nach den obigen Resultaten ist es wahrscheinlich, dass in den Austauschvorgängen zwischen Blut und Gewebe das R-E-System eine gewische Rolle spielt.
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  • Hisashi Ozu
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 971-984
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Vor kurzem wurde in unserer Klinik nachgewiesen, dass bei Insipiduskranken das Pituitrin bei der intralumbalen Darreichung eine viel stärkere Hemmung der Wasserdiurese erzeugen konnte, als bei der subkutanen Injektion. Weiter habe ich an Kaninchen, die teils kurarisiert und künstlich geatmet wurden, experimentell untersucht, ob das Pituglandol (Roche), direkt in den Zerebrospinalkanal eingeführt, anders auf das Gefässsystem wirkt, als bei Verabreichung auf dem Blutwege, und habe die Wirkung des Adrenalins unter den gleichen Versuchsbedingungen damit verglichen.
    Das Pituglandol in einer Dose, deren Menge sich bei der intravenösen Injektion als nur schwach und langsam blutdrucksteigernd erwiesen hatte, in den Zerebrospinalkanal, entweder intralumbal oder intrazistern verabreicht, erzeugte eine sehr viel stärkere und auch länger andauernde Erhöhung des Karotisblutdruckes. Adrenalin, intravenös injiziert, erzeugte die bekannte starke Blutdrucksteigerung, nach der intralumbalen und intrazisternen Injektion war jedoch in der Mehrzahl der Fälle nur ein geringeres Ansteigen des Blutdruckes zu beobachten.
    Wenn das Pituglandol vorher intravenös injiziert worden war, so wurde kein oder nur ein geringes Ansteigen des Blutdruckes durch die nachfolgende intralumbale sowie intravenöse Darreichung von physiologischer Kochsalzlösung hervorgerufen, während sie, gleichfalls bald nach der intralumbalen oder intrazisternen Injektion von Pituglandol gegeben, immer eine mehr oder weniger deutliche Steigerung des Blutdruckes bewirkte. Bei den gleichen Versuchen mit Adrenalin verhielt es sich umgekehrt und die intravenöso Injektion von Kochsalzlösung erxeugte nur dann, wenn sie bald nach der intravenösen Adrenalininjektion gegeben wurde, eine deutliche Drucksteigerung.
    Die Nasenreizung, die Vagus-, Ischiadicus- und Medianusreizung, die Kompression der Aorta, der Atemstillstand u. a., bald nach dcr Verabreichung des Pituglandols auf dem Blutwege oder in den Zerebrospinalkanal ausgeführt, übten keine andersartige Wirkung auf den Blutdruck aus, im Vergleich zu dem gleichen Versuche mit Adrenalin, wenn auch manchmal, insbesondere dann, wenn das Pituglandol vorher direkt in den Zerebrospinalkanal eingeführt wurde, eine ausgeprägtere drucksteigernde Wirkung zu beobachten war.
    Bei den Durchströmungsversuchen an der Niere verminderte das Pituglandol, in den Zerebrospinalkanal verabreicht, die ausströmende Flüssigkeitsmenge erheblich, bei der intravenösen Injektion dagegen fast gar nicht, während durch Adrenalin unter den gleichen Versuchsbedingungen eine deutliche Verminderung der ausströmenden Flüssigkeit nur bei intravenöser Applizierung erzeugt wurde. Nach vorangegangener intravenöser Injektion von Pituglandol wurde die ausströmende Flüssigkeit durch die nach-folgende intravenöse Kochsalzinfusion und auch durch die Ischiadicusreizung nicht vermindert, wohl aber in der Mehrzahl der Fälle nach der intralumbalen oder intrazisternen Applikation von Pituglandol. Bei den gleichen Adrenalinversuchen wurde eine Verminderung der ausströmenden Flüssigkeit nur dann durch die nachfolgende Kochsalzinjektion herbeigeführt, wenn das Adrenalin intravenös angewandt wurde.
    Bei den Milzdurchströmungsversuchen übte Pituglandol, intravenös injiziert, keine merkliche Wirkung aus, dagegen wurde durch seine intrazisterne Applikation die ausströmende Flüssigkeit deutlich vermindert. Diese Verminderung blieb aber nach der Durchschneidung des Halsmarks, beider Vagi und Sympathici am Halse aus. Adrenalin, intravenös injiziert, erzeugte eine deutliche Verminderung der ausströmenden Flüssigkeitsmenge, die intrazisterne Verabreichung bewirkte dagegen keine Verminderung, weder vor noch nach der Durchschneidung des Halsmarks
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  • (1. Mitteilung) Färbuugsergebnisse des Glykogens mit basischen und sauren Teerfarbstoffen
    Kazue Yuien
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 985-999
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Während die histologische Untersuchung des Glykogens in tierischen Geweben von verschiedenen Seiten vielfach unternommen wurde, sind wir doch über den Färbe-Prozess desselben Bestandteils nur ungenügend unterrichtet. Daher habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt und einige Ergebnisse erzielt, welche ich als meine erste Mitteilung veröffentlichen will. Sie lauten wie folgt:
    A. Ausser wenn das indirekte Färbungsverfahren nach A. Fischer, wobei ich übrigens anstatt der Kaliumbichromatlösung eine Lösung von Stibio-Kalium tartaricum mit gutem Erfolg brauchen konnte, verwendet wird, vermag man das Glykogen im Gewebe gleichgültig nicht mit basischen Teerfarbstoffen zu färben. Selbst wenn man dabei den Schnitt mit einer alkalischen Lösung vor-bzw. nachbehandelt, lässt sich diese Ingredienz nicht elektiv färben.
    B. Dagegen kann man mit manchen sauren Farbstoffen wie Säurefuchsin, Trypanblau, Bleu de Lyon, Anilinblau, Wasserblau usw. Glykogen direkt tingieren, u. z. mit gutem Erfolge. In diesem Falle färben sich aber auch die Zellkerne mehr oder weniger intensiv.
    C. Bei der indirekten Glykogenfärbung nach Fischer kann man anstatt der basischen auch manche saure Farbstoffe wie Säurefuchsin, Eosin, Azur II, Anilinblau etc. ohne Nachteil gut anwenden.
    D. Viele saure Farbstoffe, besonders Eosin, Orange G, Säurefuchsin, Trypanblau und Kongorot färben Glykogen stärker mit Hilfe der metallischen Beizen wie Al, Fe, Cr, Cu etc.
    E. Lässt man auf den Schnitt nach bzw. vor der Färbung eine Säurelöosung einwirken, so erhöht sich in der Regel die Färbungskraft der sauren Farbstoffe. Doch kann man diese Tatsache zur Glykogenfärbung nicht ausnützen, denn man erzielt dadurch nur eine allgemeine intensive Färbung, so dass Glykogen sich nicht scharf abhebt. Eine Ausnahme bildet die Glykogenfärbung mit Kongorot, welche durch eine Vor- bzw. Nachbehandlung mit Pikrinsäure sehr hübsch ausfällt.
    F. Die Färbung des Glykogens mit Kongorot ergibt sehr verschiedene Resultate je nach der Prozedur.
    1. Wenn man einen mit Kongorot 10 Minuten lang gefärbten Schnitt in Äthyl-oder Methylalkohol legt und dann mit Xylol aufhellt, so erhält man ein vorzügliches Präparat für die Glykogenfärbung. Im allgemeinen wirkt reines Xylol auf die Glykogenfärbung besser als Karbolxylol.
    2. Wenn ein mit Kongorot 10 Minuten lange gefärbter Schnitt in Methyl- oder Äthylalkohol gelegt und darauf der Wirkung des salzsäurehaltigen Alkohols unterworfen wird, so bekommt man ein Präparat von blauschwärzlichem Farbenton, worin aber Glykogen durch seine intensivere Färbung besonders ausgezeichnet ist. Dabei fällt die Kernfärbung viel günstiger aus, wenn man statt des Methylalkohols Äthylalkohol anwendet.
    3. Wenn man einen mit Kongorot 10 Minuten lang gefärbten Schnitt zuerst in Wasser auswäscht und dann mit Alkohol entwässert, so ergibt sich die Glykogenfärbung immer sehr schlecht. Dies ist, m. E., darauf zurückzuführen, dass der absorbierte Farbstoff vom Glykogen leicht ins Wasser ausspringt und dadurch weggespült wird.
    4. Dagegen kann man den nach Nr. 2 behandelten Schnitt ruhig in Wasser answaschen und dann mit Alkohol entwässern. In diesem Fall lässt sich ein gutes oder noch schöneres Präparat darstellen als bei den anderen Verfahren.
    5. Durch Zusatz von Säure nehmen die mit Kongorot gefärbten Schnitte, wie gesagt, immer einen blauen Farbenton an. Dieser Farbenton verwandelt sich aber durch die Abspülung mit Leitungswasser wieder in die ursprüngliche rote Farbe, während dies bei der Auswaschung in reinem destilliertem Wasser keineswegs der Fall ist.
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  • Tatsuo Kibata
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1000-1009
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
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    Verfasser stellte die experimentellen Studien über die Pathologie von Tuba Eustachii bei der Mittelohrentzündung auf und gelangte zu folgenden Schlüssen:
    1. Bei der Mittelohrentzündung kann die Eitermasse in der Paukenhöhle durch die Tuba frühzeitig entleert werden.
    2. Im fortgeschrittenen Stadium der Mittelohrentzündung tritt der Eiter von der Paukenhöhle aus in die Tuba immer hinein, aber die Tubenschleimhaut selbst zeigt sich dabei wenige Veränderung.
    3. Die Veränderung der Tubenschleimhaut kann dabei zwar hochgradig sein, aber sich hier gleich in den normalen Zustand wiederherstellen.
    4. Bei der Eiterung der Paukenhöhle sind oft die Abbau- und Neubildungsvorgänge in der Knochengewebe, welche die Tubenknorpel am Ostium tympani umhüllen, zu konstatieren.
    5. Die entzundliche Veränderung der Tuba ist anhaltend am längsten in der Regio von Ostium tympani.
    6. Bei der chronisch verlaufenden Mittelohreiterng kann häufig die Erweiterung der Tuba auftreten.
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  • Akira Fujiwara
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1010-1018
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
    In 5 Jahren und 8 Monaten besuchten 661 Patienten von Alopecia areata unsere Klinik. Es entspricht 4.9% der totalen Hautkranken. Darunter wurden 461 Pat. bei Männern und 200 bei Weibern beobachtet. Die Erkrankung befällt das Individuum von 20-40 Lebensjahren bei Männern und von 10-30 Lebensjahren bei Weibern am häufigsten. Sie kam im Sommer häufigst und im Herbst mindest vor. Die erst befallene Stelle war am Hinterhaupt am häufigsten zu finden. Es wurde nur in 2.15% der Fälle beobachtet, dass die Erkrankung die Mitglieder in derselben Familie ergriff.
    Ich konnte den direkten Zusammenhang der Alopecie mit den Veränderungen der Nägel, Zähne, Lymphdrüsen und Schilddrüse kaum nachweisen.
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  • Tojosuke Hamada
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1019-1024
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
    La kolorigata substanco kun toluidinbluo en la ekstra sekcio de ranretino montras diferencon de tinktura nuanco inter espozita kaj neespozita rano. Cu tiu ci kolorigata substanco havas kiajn proprecojn kontrau hemiaj medikamentoj? Mi eksperimentis pri tio kun multaj diversaj medikamentoj. Tiu rezultato estas kiel jene.
    1) Venenaj medikamentoj kontrau purpura stofo en la retino kiel acido, alkalo, kaj alkoholo aliigas tiun kolorigatan substancon.
    2) Malvenenaj medikamentoj kontrau purpura stofo kiel benzino, aluno, 10% formalino, pikrinacido ne sangas tiun substancon.
    Lau tiuj ci rezultatoj la rilato de kolorigata substanco kontrau diversaj medikamentoj generale estas sama kiel la purpura stofo en la retino. Hodiau Tial sekvas mia opinio ke trujoci ambauaj stofoj estas samaj.
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  • Ichiro Ehara
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1025-1037
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
    Wenn man 1 cc Leprablut testikular am Kaninchen injiziert, schwillt der Hoden einige Tage rötlich an, aber nach 4-5 Tagen schwillt er wieder ab, um dann allmählich immer kleiner zu atrophieren, bis er nach 10-15 Tagen nur noch den dritten Teil der normalen Grösse hat.
    Histologisch zeigt der Hoden zuerst Degeneration oder Nekrose der Samenzellen, aber nach 5-6 Tagen wird ihr Zellleib fast überall hell-wahrscheinlich infolge der Fettinfiltration-und schliesslich wuchert das Interstitium mit Lymphocyten-Infiltration. Oft beobachtet man im Samenkanälchen viele Riesenzellen, welche möglicherweise durch die Konfluierung der Spermiocyten und der Spermiden entstehen. An den Spermiocyten-Riesenzellen sind die Kerne gross, dagegen an den Spermiden-Riesenzellen klein.
    Ich habe als Kontrollversuche das Blut der Pat. von verschiedenen Herpesarten, Encephalitis lethargica, Furunkel, Phthisis, Lues papulosa, Malaria, Blasenkrebs und ausserdem Lyssavaccin am Kaninchenhoden inokuliert. Bei diesen Versuchen kam zwar oft Nekrose oder Degeneration im Parenchym vor, jedoch ist keine so hochgradige Atrophie wie beim Lepraversuch zu konstatieren.
    Erklärung der Abbildungen. Fig. 1: Degeneration der Samenzellen, 2 Tage nach der Inokulation. Fig. 2: Atrophie der Samenzellen, 5 Tage nach der Inokulation. Fig. 3: Atrophie der Samenzellen und Wucherung des Interstitiums nach 8 Tagen. Fig. 4: Befund nach 14 Tagen.
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  • Iseo Murayama
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1038-1042
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
    Ich habe die Indophenolreaktion bei Spirochaeta pallida, recurrens und morsusmuris geprüft. Aber diese Reaktion fiel bei allen Spirochäten negativ aus. Auch nach dem Verfahren konnte ich im Dunkelfeld nicht gefärbte Spirochäten konstatieren.
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  • Totaro Koike
    1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1043-1050
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
    Es wurden 65 Erstimpflinge auf die Blutgruppenzugehörigkeit sowohl des Empfängers als auch des Spenders untersucht.
    Bei unverträglichen Blutgruppenverhältnissen wurde die Inkubationsdauer gegenüber den verträglichen Verhältnissen etwas verlängert und zwar bei intravenöser Impfung um 1, bei subkutaner um 1.8 Tage.
    Es fand sich manchmal ein gewisser Zusammenhang der Blutgruppenzugehörigkeit von Spender und Empfänger einerseits und vom Impferfolg oder spontanem Kupieren anderseits. Immerhin scheint die Blutgruppenzugehörigkeit keinen regelmässigen Zusammenhang mit der Fieberform zu haben, ebensowenig, wie etwa Beziehungen zwischen der ersten und den anderen Symptomen.
    Die der Transfusion anzusprechenden Erscheinungen wurden selbst bei unverträglichen Blutgruppen zueinander fast nie beobachtet.
    Soweit das Malariafieber an sich in Betracht kommt, scheint der einzelne Bluttypus (A, B, AB, O) für den Impffaktor, den Fieberverlauf und die Inkubationsdauer keine wesentliche Rolle zu spielen. Der Fiebertypus geht nie parallel mit der Blutpruppe, sondern ist er von der Impfmethode abhängig; die reinen Tertianaformen finden sich viel häufiger bei subkutaner Impfung als bei der intravenösen.
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  • 1928 Volume 40 Issue 5 Pages 1053-1054
    Published: May 31, 1928
    Released: March 31, 2009
    JOURNALS FREE ACCESS
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