Beim Studium des Wesens der blutdrucksenkend.en Wirkung der Organextrakte fanden wir die interessante Tatsache, class raehrere biologische Wirkungen der Organextrakte der sogenannten paradoien gefässdilatatorischen Mittel, wie Histamin und Pepton, einander sehr ähnlich sind.
PerVerfasser untersuchte die Wirkung verschiedener Organex trakte (Lunge, Darm, Leber und Niere) der Meerschweinchen auf die isoliBrte, in einer Atmungsapparatur mit Lockscher Lösung durchströmte Kaninchenlunge und verglich diese Wirkung mit der. früher von Miyake (Folia endocrinologica Japonica, Band VI, Heft VI, S. 48) und dein Verfasser (Folia endocrinologica Japonica, Band IX, Heft. XI, S. 108) mitgeteilten charakterisiischen Lungenwirkungen des Histamins und des. Peptons.
Die Darstellungsmethode der Extrakte war wie folgt :
Erischem Organbrei wurde die 5 bis 20 fache Menge physiologischer Kochsalzlösung zugesetzt, diese Mischung nach dem Zusatze von etwas Essigsäurelösun. g auf dem. Wasserbade gekocht und dann im Eiskeller stehengelassen. Nach 24 Stunden wurde diese Mischung filtriert, dieses schwach Bauer reagierende klare Filtrat mit etwas Natronlauge neutralisiert und zur Untersuchung gebraucht.
Die Ergebnisse waren wie folgt :
1) Die Injektion dieser Organextrakte in die Zuflusskanüle ruft stets deutliche Verringerung der Durchflussmenge, evidente Verkleinerung der Amplitude der Atemkurve und mehr oder weniger deutliche Gewichtszunahme der Lungenpräparate hervor.
2) Diese obengenannte Lungenwirkung ist bei der Injektion des Lungenxtraktes am stärksten, bei der des Darmextraktes schwächer und bei der des Leber-oder Nierenextraktes noch viel geringer.
Diese Resultate entsprechen fast vollkommen der früher von Miyake und dem Verfasser berichteten Histamin-und Peptonwirkung auf die Kaninchenlunge.
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