The Tohoku Journal of Experimental Medicine
Online ISSN : 1349-3329
Print ISSN : 0040-8727
ISSN-L : 0040-8727
Volume 45 , Issue 3-4
Showing 1-13 articles out of 13 articles from the selected issue
  • Syusuke Nakamura
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 229-249
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Download PDF (1170K)
  • Koichi Aida
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 250-265
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Es wurden isolierte überlebende Krötennieren im gesunden. Zustand sowie nach Vergiftung mit Kantharidin sowie Uran mit l%iger Gummi-Ringerlösung durchspült.
    1. Bei glomeruläre Durchspülung erfährt die Harnabsonderung ausnahmslos bedeutende Verminderung. Beim Umschalten der Spül-flüssigkeit auf Normal-Ringer ist these Oligurie rasch und deutlich wiederhergestellt. Die durch Durchspülung mit Gummi-Ringer her beigeführte Oligurie ist bei der Uranniere am stärksten, bei der Kan-tharidinniere weniger stark und bei der gesunden Niere zwar erheblich, aber immerhin weniger intensiv als bei den 2 erstgenannten Nieren. Für derartige Oligurie durfte die Gefässwirkung an der A. renalis auch ein Moment abgeben, diese ist aber verhältnismässig geringfügig. Diese Oligurie muss meines Erachtens dadurch ausgelost werden, dass die Filtration in den Glomerulusschlingen durch das Vorhandensein eines Kolloides, des Gummi arabicums, d. h. durch Steige-rung des der Spulflüssigkeit zukommenden kolloid-osmotisehen Drucks gehemmt wird. Die hierbei entstandene Gefässwirkung dürfte wahr-scheinlich durch eine durch gesteigerte Viskosität der Gummi-Ringer-lösung verursachte Erhöhung der Reibung derselben und der Gefäss-wand ausgelöst worden sein.
    2. Bei renoportalerDurchspülung tritt Oligurie bei alien Nieren-arten deutlich auf; these Oligurie ist bei der Uranniere höchstgradig, bei der Kantharidinniere hochgradig, bei der gesunden Niere gering-gradig. Allerdings sind die Grade der Oligurie im allgemeinen hier einigermassen stärker als bei glomerulärer Durchspülung. Nach dean Umschalten auf die Normal-Ringerlösung schlagt diese Oligurie in lebhafte Harnbildung um. Diese intensive Oligurie beruht auf abnor-mer Steigerung, der Rückresorption, welche durch Herabsetzung der hemmenden Wiekung auf die Rückresorption herbeigeführt worden ist.
    3. Bei gleichzeitiger Durchspülung von dens glomerulären und tubulären Kreislauf aus kommt die Oligurie im stärkeren Grad zu-stande, als sie bei entweder von dem glomerulären oder tubulären Ereislauf aus getrennt vorgenommener Durchspülung, wie oben er wähnt, in Erscheinung tritt. Und these Oligurie kommt bei der Uran-mere aufs intensivste zum Vorschein und zwar derart, dass sie sick bis, zum Zustand der Anurie steigert. Auch in diesem Fall, sofort nach dem Umschalten der Spülflussigkeit auf Normal-Ringer tritt bemerk-bare Wiederherstellung der Harnmenge ein.
    Aus oben angeführten Ergebnissen geht klar hervor, dass durch Kolloidzusatz zur Nährflüssigkeit die Glomerulusfiltration stark ge-hemmt ist, wobei auch die Funktion der Nierenepithelien herabgesetzt ist und dass es zu abnormer Steigerung der Wasserrückresorption, folglich zur Oligurie kommt.
    Download PDF (925K)
  • Koichi Aida
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 266-277
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Es wurden isolierte überlebende Krötennieren in intakten sowie pathologischen Zuständen mit Rinderserum-Ringer von dem renopor-talen System aus durchspült, während die Durchspülung von dem glomerulären System aus mit Normal-Ringer ausgeführt wurde was zu folgenden Ergebnissen kam.
    1. Es komint stets unfehlbar zur Oligurie, gleicbviel, ob es sich um gesunde oder um pathologische Nieren handelt. Diese Oligurie stelit sich bei der Uranniere im stärksten Grad ein, während sie bei der Kantharidinniere and der gesunden Niere der Reihe nach immer geringergradig zutage tritt.
    2. Die Erhöhung der NaCl-Konzentration ist bei der gesunden Niere am auffallendsten, bei Kantharidinniere und Uranniere der Reihe nach immer unerheblicher.
    3. Die in der Zeiteinheit ausgeschiedene absolute NaCl-Menge ist bei der gesunden Niere am grössten, bei der Kantharidinniere we-niger gross und bei der Uranniere minimal.
    Oben ausgeführte Versuchsergebnisse verschaffen eine Stütze für die Yamaguchis Ansicht, wonach die Funktionen der Nierenepithe-lien in regulierender bzw. hemmender Wirkung auf die Rückresorp-tion bestehen.
    Download PDF (649K)
  • Koiti Motokawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 278-296
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Die Erscheinungsweise der α-Wellen wurde vom statistisch-me-chanischen Standpunkte aus untersucht.
    1. Es wurde der Nachweis dafür analytisch erbracht, dass sich die Nervenzellen der Grosshirnrinde als elektrische Dipole betrachten lassen, von denen der Dipolmoment in der Richtung der Längsachse der Zellen gerichtet ist und mit einer bestimmten Periode zeitlich schwankt.
    2. Die ganze Grosshirnrinde wurde in eine Anzahl der elektro-physiologischen Regionen eingeteilt, denen je ein bestimmter durch-schnittlicher Dipolmoment und eine bestimmte Zelldichtigkeit zukom-men. Es wurde nachgewiesen, dass die elektrische Schwankung an einem Punkt der Kopfhaut mit dem Produkt aus dem Dipolmoment der Zellen, der Zelldichtigkeit und dem räumlichen Winkel propor-tional ist, der mit seinem Scheitelpunkt an der differenten Elektrode auf der Kopfhaut üiber die in Frage stehende Rindenregion steht.
    3. Die Phase der Schwankung des Dipolmomentes wurde als ganz zufällig angenommen und folgendes statistisches Gesetz in bezug auf die Erscheinungsweise der ä-Wellen abgeleitet, nämlich: W=2h2Ae-h2A2dA, wobei W die Wahrscheinlichkeit dafür bedeutet, dass die Amplitude der α-Wellen zwischen A und A+dA liegt, h ist andererseits aus verschiedenen physiko-chemischen, cytoarchitektonischen und physio-logischen Grössen zusammengesetzt, wie folgt:
    h=√N/0, 955ksi=1μiσiΩi, (i=1, 2, 3, ……), wobei N die gesamte Anzahl der aktiven Nervenzellen, k eine Konstante in bezug auf die Leitfähigkeit des Mediums, s die Anzahl der elektrophysiologischen Rindenregionen, üi den Dipolmoment der i-ten Region, σi ihre Zelldichtigkeit, Ωi ihren räumlichen Winkel und 0, 955 den Korrektionsfaktor in bezug auf die Zellorientierung be-deutet. 4. Das zeitliche Mittel A der Amplituden der α-Wellen hängt von den oben genannten Faktoren in folgender Weise ab, nämlich:
    A=0, 955k√πsΣi=1μiσiΩi/2√NAuf Grund dieser Beziehung wurde die Verteilung der α-Wellen über die Kopfschwarte diskutiert, und der Schluss gezogen, dass sie unstetig verlaufen muss. Dies Verhältnis interresiert uns umso mehr, als sich der experimentelle Beweis hierfür leicht erbringen lässt.
    Es wurden auch die Hemmung und Förderung der α-Wellen, insbesondere ihre Abhängigkeit von der Stärke des Dipolmomentes und der Zahl der aktiven Rindenzellen diskutiert.
    Download PDF (856K)
  • Koiti Motokawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 297-308
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Das Hirnpotential des Menschen wurde von der Frontal-, Praecen-tral-, Parietal- und Occipitalgegend abgeleitet, indem die indifferente Elektrode auf das Ohrläppchen gelegt wurde. Die so erhaltenen Elek-trenkephalogramme wurden auf die Erscheinungsweise der ä-Wellen hin untersucht, um den experimentellen Beweis für die schon berichtete Theorie des Verfassers zu erbringen.
    1. Es wurde nachgewiesen, dass die Haufigkeit der Amplitude der α-Wellen im allgemeinen der theoretischen Formel
    n=2h2NAe-h2A2 dA folgt, wobei n die Häufigkeit der Amplitude, welche zwischen A und A+dA liegt, and N die gesamte Anzahl der beobachteten Amplitudes bedeutet, und h eine Konstante ist, die mit dem arithmetischen Mittel der Amplituden umgekehrt proportional läuft.
    2. Bei psychischer Passivität traten die α-Wellen bei der Parietalregion am deutlichsten und bei der Frontalregion am schwächsten auf.
    3. Die α-Wellen erfuhren durch optische Reizung immer eine Hemmung, und zwar bei der Occipital- und Parietalregion am stärksten und bei der Praecentralregion am schwächsten. Auch bei der Frontalregion wurde eine ziemlich starke Hemmung beobachtet.
    4. Die bisher veröffentlichten Theorien über den Mechanismus der Entstehung und Hemmung der α-Wellen wurden einer eingehenden Kritik unterzogen.
    Diese Untersuchung wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung von Seiten der Stiftung des Kulturministeriums für wissenschaftliche Forschung, wofür ich an dieser Stille meinen besten Dank aussprechen möchte.
    Download PDF (1395K)
  • Koiti Motokawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 309-322
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Es wurde darauf hingewiesen, dass sich das EEG erst durch statistische Grössen richtig kennzeichnen lässt. Als drei Hauptmerkmale wurden gewählt die durchschnittliche Amplitude, die Kontinuität und die durchschnittliche Frequenz oder Periode, die sich alle verhältnis-mässig leicht ermitteln lassen und somit praktisch anwendbar sind.
    In Anbetracht, dass die Ermittelung der durchschnittlichen Amplitude eine etwas mühsame Arbeit ist, wurde eine einfache und praktische Methode hierfür ersonnen. Die neu eingeführte Grösse, “Kontinuität” zeigt an, wieviel α-Wellen, die grössere Amplituden als der Mittelwert besitzen, aufeinanderfolgen, so dass sie als Massstab für die Stetigkeit der Erscheinungsweise der α-Wellen gilt.
    Es wurde mit einer Anzahl der Beispiele nachgewiesen, dass die oben angeführten drei Hauptmerkmale in der Tat für die quantitative Beschreibung des EEG geeignet sind.
    Download PDF (1478K)
  • Daizo Ogata, Kazuo Suenaga
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 323-326
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Download PDF (1501K)
  • N. Yoshii, K. Kageyama, F. Sugano, Y. Hasegawa, H. Nakagawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 327-339
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Wir stellten für die Operationen am Herzen experimentell folgende 3Prinzipien auf:
    I. Operationen am Herzen sollten unter Aussetzung der Herzaktion ausgeführt werden.
    II. Für Operationen am Herzen ist es am günstigsten, die Ven-Trikelwand weit zu incidieren und unter Leitung des Auges zu operieren.
    III. Wenn man die Ventrikelwand incidiert muss man in erster Linie sorgfältig darauf achten, eine Verletzung des Leitungssystems zu vermeiden. Das Coronarsystem ist nicht ganz so wichtig wie das Leitungssysten.
    Mit den von uns beschriebenen Methoden ist es leicht in die Ventrikelhöhle zu gelangen, und man kann bequem unter Leitung des Auges arbeiten. Zuweilen ist es jedoch notwendig, die Ventrikelhöhle mit physiologischerKochsalzlösung (Raumtemperatur) auszuwaschen, um das Operationsfeld klar tibersehen zu können. Wir sind jedoch gerade dabei, zu untersuchen, wie these Lösung temperiert sein muss, um auf das Herz keinen schädlichen Einfluss auszutiben.
    Wenn es nötig ist, setzen wir einen Finger vom Herzohr aus in den Ventrikel ein, was uns dann besser operieren lässt.
    Zur Zeil untersuchen wir geradeKompensationsstadien des pathologischen Herzens-Insufficienzen und Stenosen der Tricuspidal- and Mitralklappen-die mit Hilfe dieser Methoden gesetzt werden. Über .die Resultate dieser Versuche wird bei anderer Gelegenheit berichtet werden.
    Download PDF (3653K)
  • Naoto Siozawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 340-368
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Esist mir gelungen, bei Kaninchen durch Injekt on von aus hin-reichend immunisierten Enten gewonnenem Serum diffuse Glomera-lonephritiden von verschiedenem Grade, d. h. Nephritiden von akuter und chronischer Form, ferner sekundäre Schrumpfniere hervorzurufen, welche den Glomerulonephritiden bei Menschen sehr ähnlich sind. Bei jeder Form dieser Masugi-Nephritis wurden im ganzen Verlauf in Intervallen von einer bestimmten Zeit die Untersuchungen in bezug auf Hämoglobin, Serumeiweiss, dessen k. o. D., Serumchlorid, Chlorid-ausscheidung im Harn, ferner Glomerulusfiltrat (GF) und Rückre-sorption (RR) sowie Kreatininausscheidung durchgeführt. Damit wurden in jedem einzelnen Stadium der experimentellen Glomeru-lonephritis der Wasser-, Eiweiss- und Chlorstoffwechsel sowie die Funktionen des Glomerulus sowie der Tubuli untersucht. Aus den Versuchsergebnissen geht folgendes hervor:
    1. Im allerfrühesten Stadium der Masugi-Nephritis, wo noch keine pathologischen Harnbefunde erkennbar waren, verkleinerte sich die Harnmenge infolge Abnahme des GF, wobei aber das Verhältnis von RR zu GF noch fast einen normalen Wertzeigte. Die Hämoglobin konzentration nahm erheblich ab. Die Wiederherstellung der durch Seruminjektion provozierten Blutverdünnung war sehr verzögert, zu-gleich wurde auf das Auftreten der Anämie hingedeutet. Von hohem Interesse ist, dass bei allen 3 Kaninchen, bei denen gerade in diesem ersten Stadium Untersuchungen durchgeführt werden konnten, die Zunahme des Serumeiweisses konstatiert wurde, wobei der kolloid-osmotische Druck (k. o. D.) des Blutes sich erhöhte, mithin der Druck pro 1% Eiweiss (Druch pro%) auch Steigerung zeigte. Was die Ausscheidung des Chlorides aus dem Glomerulus anbelangt, setzte sich die gesamte Ausscheidungsmenge wegen Oligurie beträchtlich herab, während die Konzentration des Chlors gut erhalten blieb, was eine leichtgradige Steigerung des Chloridgehaltes des Serums zur Folge hatte. Die Ausscheidungsmenge von Kreatinin verminderte sich des GF parallel laufend.
    2. Im Anfangsstadium, wo die nephritischen Symptome (Albu-minurie, Mikrohämaturie, Blutdrucksteigung, Tendenz zur Ödembil-dung, u. a.) aufzutreten anfingen, ging Wasser aus dem Blut ins Ge-webe über, wurde das Blut eingedickt and die Hämoglobin konzentra-tion wiederhergestellt. Weil dabei auch das Serumeiweiss mit Wasser ins Gewebe überging, nahm das Serumeiweiss nicht immer zu, sondern es wurde manchmal vermindert gefunden. Dabei blieben grossmole-kuläre Eiweissteilchen verhältnismässig viel im Blut, was eine Her-absetzung des k. o. D. und mithin die des Drucks pro% herbeiführte. Vondiesem Stadium an wurden die Konzentration so wie die gesamte Ausscheidungsmenge des Harnchlorids erheblich gestört, und eine Re-tention des Chlorides im Serum wurde konstatiert. GF, RR sowie die Ausscheidungsmenge von Kreatinin waren nach wie vor vermindert.
    3. Im maximalen Stadium (Krankheitsakme) zeigten sich die Befunde der oben genannten Untersuchungen immer stärker.
    4. Im Rekonvaleszenzstadium blieb das Hämoglobin annähernd beim Anfangswert, und der k. o. D. des Serumeiweisses und Druck pro % kamen an den Anfangswert heran. Die Beziehung zwischen der Ausscheidung des Harnchlorids und der Konzentration des Serum-chlorids ist nicht deutlich, weildiese sich herabsetzte, wenn jene auch wiederhergestellt war. GF, RR sowie Ausscheidung von Kreatinin wurden wiederhergestellt, insbesondere erheblich beim Verschwinden von Ödemen. Bei der Polyurie, die bei Schrumpfniere oder chronischer Nephritis angetroffen wird, nahm das Verhältnis der RRzu GF ab, die Ausscheidung von Kreatinin war stark gestört.
    Download PDF (1660K)
  • Naoto Siozawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 369-378
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Vergleicht man den Einfluss des Masugi-Nephritiskaninchen gewonnenen Serums auf den Blutdruck normaler Kaninchen mit dem des normalen Kaninchenserums, so ersieht man, dass das Masugi-Nephri-tisserum gegenüber normalem Serum meistens eine stärkere blutdruck-steigernde Wirkung hat, wennaauch in einigen Fällen kein Unterschied zwischen ihnen erkannt wird.
    Vergleicht man indessen die direkte gefässverengernde Wirkung des Masugi-Nephritisserums auf das periphere Gefäss mit der des nor-malen Serums, so erblickt man keinen Unterschied zwischen ihnen. Daraus ist zu schliessen, dass die in meisten Fällen beobachtete Blut-drucksteigerung des Masugi-Nephritisserums wahrscheinlich nicht von der direkten Wirkung des Serums auf das periphere Gefäss, son-, dern möglicherweise von seiner Wirkung auf vasomotorische Zentren herrührt.
    Download PDF (1097K)
  • Naoto Siozawa
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 379-385
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Aus den Ergebnissen vorliegender Versuche geht folgendes hervor:
    1. Bei Masugi-Nephritiskaninchen wird der Blutdruck durch eine bestimmte Menge Adrenalin im Vergleich mit normalen Kanin-chen stärker erhoht.
    2. Das Ohrgefäss der Masugi-Nephritiskaninchen reagiert auf Adrenalin empfindlicher als dasselbe normaler Kaninchen, also am Krawkow-Bissemskischem Ohrpräparat führt dieselbe Dose Ad-renalin bei Masugi-Nephritis stärkere Vasokonstriktion als in cler Norm herbei.
    Wie in der vorliegenden Mitteilung erwähnt worden ist, reagieren das Arteriensystem und das periphere Gefäss der Kaninchen im maxi-malen Stadium der Masugi-Nephritis auf Adrenalin empfindlicher als dieselben der normalen Kaninchen. Darum ist es leicht zu begreifen, dass Masugi-Nephritiskaninchen auf den Adrenalingehalt im Blut stärker als normale Kaninchen reagieren und eine Blutdrucksteigerung hervorrufen, wenn auch bei ihnen Adrenalin in gleichem Grade wie bei normalen Kaninchen aus der Nebenniere ausgeschieden werde. Dazu kommt noch, dass das Masugi-Nephritisserum, wenn auch es eine vaso-konstriktorische Wirkung von fast gleichem Grade wie normales Ka-ninchenserum zeigt, im allgemeinen eine stärkere blutdrubksteigernde Wirkung als normales Serumhat. Betrachtet man diese Tatsache, so sieht man ein, Bass im Masugi-Nephritisserum eine Substanz existiert, wie sie auf die Zentren der Vasomotoren wirkt und deren Erregbarkeit erhöht und Bass diese Serumwirkung wirklich ein Sensibilisator ist and von der direkten Serumwirkung aufs Gefäss wesentlich verschieden ist.
    Aus obigen Betrachtungen kann man schliessen, dass die Blut-drucksteigerung bei Masugi-Nephritis zwei ursächliche Faktoren hat: 1. Das Masugi-Nephritisserum erhöht die Erregbarkeit der Va-somotorenzentren gegen Adrenalin und verursacht den Kaninchen eine Blutdrucksteigerung, und 2. das vaskuläre System der Masugi-Nephritiskaninchen reagiert empfindlicher als dasselbe normaler Kaninchen auf Adrenalin und wird auch bei normalem oder subnor-malem Adrenalingehalt im Blut leicht eine Blutdrucksteigerung zeigen.
    Download PDF (342K)
  • Sigehei Kawai
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 386-404
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Bei hyperthyreotisch oder athyreotisch gemachten Kaninchen so-wie an den dem Hunger ausgesetzten Kaninchenwurden die Infusionen von der aus dem Blut des anderen gesunden Kaninchens hergestellten Blutzellenaufschwemmung im Mengenverhältnis von 20 ccm pro kg Körpergewicht ausgeführt and über die Einflüsse dieser Infusionen auf-Erythrozyten, Hämoglobin, Serumeiweiss und dessen kolloid-osmotis cher Druck (k. o. D.) wurde die Beobachtung angestellt.
    1. Bei hyperthyreotischen Kaninchen ist die Zunahme der Ery-throzyten geringgradig, und die Rückkehr zum normalen Niveau er folgt sehr prompt, wobei das Serumeiweiss rasch eine Verdünnung er-fährt, alsbald aber zum Anfangsniveau wiederhergestellt wird; woge-gen k. o. D. in viel stärkerem Masse als das Eiweiss absinkt, so dass es. zur Erniedrigung des Drucks pro% kommt.
    2. Bei athyreotischen Kaninchen tritt die Zunahme der Erythro-zyten in nahezu gleichem Masse wie in der Norm auf, welche aber rasch in die Abnahme umschlägt. Das Serumeiweiss erleidet eine starker Verminderung und deren Wiederherstellung geht langsam vor sich. K. o. D. erfährt eine viel stärkere Erniedrigung als die Abnahme des Serumeiweisses, so dass Druck pro% deutlich abnimmt. Die Erholung von k. o. D. und Druck pro% setzt sehr verzögert ein.
    3. Bei hungernden Kaninchen ist die Zunahme der Erythrozyten-zahl geringfügig, such die Verdünnung des Serumeiweisses ist recht spärlich. Auch k. o. D. ist, ohne so erheblich abgesunken zu sein, in späteren Stadien eher zur Erhöhung geneigt, weswegen Druck pro % eine Erhöhung aufweist.
    Als die Erklärung für oben angeführte Resultate ist hervorzuhe-ben:
    Im hyperthyreotischen Zustand wird das infundierte Wasser rasch in die Gewebe abfiltriert. Die geringgradige Zunahme der Erythrozy-ten kann darauf bezogen werden, dass these in die bereits entleerten Depots übergegangen und so aus der Zirkulation verschwunden sind. Mit Rücksicht auf das Serum stellt sich die Mobilisation von grobdis-persen Eiweissteilchen aus den Eiweissdepots ein, wobei k. o. D. und Druck pro % Erniedrigungen erleiden.
    Im athyreotischen Zustand tritt wahrscheinlich der grösste Teil des infundierten, überschüssigen Wassers in die Eingeweide u. dgl. über, und zumal gehen osmoaktive, kleine Eiweisskörper hierbei samt dem Wasser extravasal verloren. Es erfolgt also die Zunahme der Ery-throzyten in fast gleichem Masse wie in der Norm, dabei tritt die Ver-minderung des Serumeiweisses auf, und es kommt zur Erniedrigung von k. o. D. und Druck pro%.
    Im Hunger deshalb, weil infundierte rote Blutzellen einschliess-lich der Flüssigkeit zum allergrössten Teil sofort in entsprechenden, schon leer gewordenen Depots aufgestapelt werden, gelangt man zu gleichem Ergebnis, wie es durch die Bluttransfusion in geringeren Mengen als bei anderweitigen Versuchsreihen erzielt wird.
    Jedenfalls ist es als eine erwiesene Tatsache anzusprechen, dass drei hier in Betracht kommende Komponenten, die Erythrozyten, das Serumeiweiss und das Wasser, sich jeweiligen Verhältnissen des Orga-nismus des' Empfängers anpassend, den Austausch zwischen Blut und Gewebe optimal einzugehen vermögen.
    Download PDF (1089K)
  • Sigehei Kawai
    1943 Volume 45 Issue 3-4 Pages 405-423
    Published: June 30, 1943
    Released: November 28, 2008
    JOURNALS FREE ACCESS
    Bei Kaninchen wurden die Nephrektomie, Ureterenunterbindung oder die Unterbindung der A. hepatica vorgenommen und alsdann die serumfreie Bluttransfusion in Mengen von je. 20ccm pro kg Körperge-wicht und zwar bei zwei erstgenannten Operationen in 24stündigem Ablauf nach Operation, bei letzter Massnahme in 48stündigem Ablauf post operationem ausgefuhrt. Nachher wurden die Bestimmungen von Erythrozytenzahl, Hämoglobin, Serumeiweiss und kolloid-osmotis-chem Druck (k. o. D.) solange ausgeführt, als Versuchstiere am Leben bleiben konnten.
    1. Bei Nephrektomie und Ureterenunterbindung erfolgt die Zuf-nahme der Erythrozyten in geringerem Masse als bei normalen Kaninchen, im besonderen aber 1st these Zunahme bei letztgenannter Operation viel geringer, und die Dauer der Zunahme beschrankte sichläng-stens auf einige Stunden. Bei Nephrektomie dauerte die Zunahme der Erythrozyten gewissermassen länger an. Serumeiweiss erfährt nach Infusion eine Verdtinnung, nimmt aber nachher wieder allmählich an Konzentration zu. Bei Nephrektomie kommt das Serumeiweiss in 24 Std. bis zum annähernden Vorwert zuruck, während es bei Ureterenunterbindung, früher und stärker als bei Nephrektomie an Konzentration zunimmt. K. o. D. des Blutes erfahrt durch Infusion eine Erniedrigung, deren Grad stärker als in der Norm ist, und da die Erniedrigung des k.o.D. grosser als Abnahme des Serum-eiweisses ist, kommt es zur Verminderung des Drucks pro %, und these Verminderung tritt mit dem Zeitablauf immer stärker in den Vordergrund. Die Erniedrigungen des k. o. D. und Drucks pro % treten bei Ureterenunterbindung stärker zutage.
    Die Lebensdauer der Versuchstiere kann durch serumfreie Blut-transfusion kaum verlängert werden.
    2. Bei Unterbindung der A. hepatica ist die Zunahme der Erythrozyten nach Infusion fast gleichgradig wie in der Norm, die nachträgliche Abnahme der zuvor vermehrten Erythrozyten erfolgt aber langsamer als in der Norm.
    Serumeiweiss nimmt nach Infusion unter Verdünnung ab, und die Wiederherstellung zum friiheren Niveau tritt gegenüber der Norm verzögert ein.
    K. o. D. sinkt im Verein mit der Eiweissverminderung ab, und da dieses Absinken höhergradig als die Eiweissabnahme ist, nimmt Druck pro % ab. In bezug auf die Intensität der Abnahme sowie auf die mit dem Zeitablauf erfolgende Veränderung des Drucks pro % be-steht hier kein merklicher Unterschied gegenüber der Norm.
    Die Lebensdauer der Kaninchen, welche der serumfreien Blut-transfusion unterworfen waren, lässt sich einigermassen verlängern.
    Download PDF (1096K)
feedback
Top